Vier Narren mussten in Ausnüchterungszelle - Karnevalsbilanz der Polizei im Kreis Olpe

Friedlicher Karneval im Kreis Olpe:  Bei den Umzügen blieb am Straßenrand alles ruhig.
Friedlicher Karneval im Kreis Olpe: Bei den Umzügen blieb am Straßenrand alles ruhig.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Am Aschermittwoch ist für die Jecken alles vorbei, noch nicht ganz für die Polizei. Sie zieht dann ihre Karnevalsbilanz. Und die fällt im Kreis Olpe auch nach Veilchendienstag noch positiv aus. Bei den Umzügen in Grevenbrück und Attendorn mussten Polizeibeamte nur sporadisch einschreiten. Vier Narren, die in Attendorn über die Strenge geschlagen hatten, verbrachten die Nacht in einer Ausnüchterungszelle.

Kreis Olpe.. Obwohl tausende Narren auf vielen Veranstaltungen im gesamten Kreisgebiet Olpe ausgiebig und mit reichlich Alkohol feierten, blieben die Polizeieinsätze überschaubar. Nur einige Streitigkeiten und Schlägereien mussten die Beamten schlichten. Drei leichteren Körperverletzungsdelikte verzeichnete die Polizei am Rosenmontag. Eine weitere Körperverletzung gab es am Veilchendienstag in Grevenbrück. An allen Karnevalstagen waren es im Kreis Olpe lediglich zwölf leichte Körperverletzungsdelikte bei Karnevalsfeten.

Die Karnevalsumzüge am Rosenmontag in Lennestadt-Saalhausen (mit geschätzten 3000 Zuschauern) und Wenden-Schönau (zirka 2000 Besucher) verliefen aus polizeilicher Sicht problemlos. Allerdings: Am Abend kontrollierte die Polizei einen 42-jährigen Autofahrer an, der die Martinstraße in Olpe befuhr. Bei seiner Kontrolle rochen die Beamten eine „Alkoholfahne“. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von fast 0,9 Promille. Der Mann musste zur Blutprobe mit auf die Wache.

Beim Veilchendienstagszug zu tief ins Glas geschaut

Keine besonderen Vorfälle registrierte die Polizei beim Karnevalsfinale mit den Veilchendienstagsumzügen in Attendorn (rund 20.000 Zuschauer) und Lennestadt-Grevenbrück (4500 Besucher). Auch hier schunkelten Tausende von Narren stimmungsvoll und friedlich am Straßenrand. Polizei und Vertreter des Ordnungsamtes hatten wenig Arbeit. In Grevenbrück kam es nur zu einer leichten Körperverletzung, in Attendorn saßen vier Jecke am Ende des tollen Tages in einer Ausnüchterungszelle. Laut Polizei hatten sie beim Feiern zu tief ins Glas geschaut.

Apropos Alkohol: Über Karneval hielten sich die meisten Autofahrer an die Warnung der Polizei, ihre Autos nach mehreren Bierchen stehen zu lassen. Insgesamt überprüfte die Polizei im Kreis Olpe zwischen Weiberfastnacht und Veilchendienstag bei ihren Alkoholkontrollen insgesamt 582 Fahrzeugführer. Nur drei Blutproben nach Verdacht von Alkohol am Steuer waren fällig. Dazu kam eine Blutprobe nach Fahren unter Drogeneinfluss.