Viele hundert Sänger garantieren Erlebnis

Wenden..  „Wenn ein Chor singt, ist das ein Erlebnis. Singen aber 24 Chöre mit vielen hundert Sängern und Sängerinnen, dann ist das Erlebnis garantiert“, eröffnete Wendens Bürgermeister Peter Brüser das 56. Chorfest der Chorgemeinschaft Wenden in der Aula des Konrad-Adenauer-Schulzentrums.

An zwei Tagen sorgte das Chorfest, ausgerichtet durch den Männergesangverein „1881“ Gerlingen, für viele gute Töne. Immerhin, der Ausrichter ist ein Profi, denn bereits in den Jahren 1965, 1974, 1982,1992 und 2003 lag die Durchführung dieses Gemeinschaftsfestes in seinen Händen.

Brüser dankte dem Ausrichter und auch allen anderen Chören für ihre Arbeit: „Ich ermutige die Vorstände und Dirigenten, an der hohen Tradition festzuhalten und der Pflege des deutschen Liedgutes auch weiterhin zu frönen.“ Gleichzeitig forderte er auf, dem Nachwuchs eine Chance auf Gesang und Musizieren zu geben. „Musikalische Bildung gehört zu den ganz großen Gütern, auf die Kinder und Jugendliche genauso einen Anspruch haben, wie auf das Lernen von schreiben, lesen und rechnen.“

Daher sei auch die eigene Musikschule in Wenden gerechtfertigt, trotz gelegentlicher Kritik an den Kosten. So gebe es zurzeit Anbote an der Gesamt- und Grundschule Gerlingen im Rahmen des Ganztages. „Ein Angebot, was hoffentlich demnächst an allen Schulen gemacht werden kann.“ Ein Ergebnis ist ein Schulchor mit 25 Kindern an der Grundschule in Gerlingen.

Applaus und Dank

Für Brüser hieß es dann Abschied nehmen. „Ich bin heute zum 23. Mal Gast beim Chorfest der Chorgemeinschaft. Anfangs gab es 19, heute sind es immerhin 26 Chöre.“

Applaus und Dank für seine Worte gab es nicht nur vom Publikum, sondern auch vom Vorsitzenden Theo Weiß. Der bedankte sich bei allen, die das Chorfest möglich gemacht hatten. Dabei wurde der Festkommers zum ersten Mal nur von den Gründungs-Chören gestaltet, allerdings ohne den MGV Schönau-Altenwenden. Ihr Chorleiter Hubertus Schönauer gewann fast zeitgleich mit dem Kemper Werkschor den WDR-Wettbewerb „Singen macht glücklich“. Moderiert wurde der Abend durch den zweiten Vorsitzenden Gunnar Hillebrecht.

Alle Chöre zeigten, wie groß die Bandbreite der heutigen Chormusik ist - vom traditionellen Volkslied bis hin zu modernen Stücken. Im Anschluss an das offizielle Bühnenprogramm sorgte der Chor „Mädels deLüKCs“ aus Lüdenscheid unter der Chorleitung von Anja Nölke für den richtigen Ton und gute Stimmung. Am Samstag wurde das Chorfest mit einem Freundschaftssingen mit weiteren Chören der Chorgemeinschaft Wenden sowie den vier Kirchenchören aus der Gemeinde Wenden abgerundet.