Viega: hoher Besuch aus den USA
19.07.2012 | 16:57 Uhr 2012-07-19T16:57:00+0200
Attendorn. „O Tannenbaum“ – das Lied würde er noch aus seiner Kindheit kennen, sagte Sam Brownback, Gouverneur von Kansas, bei seiner Ankunft im Seminarcenter der Firma Viega in Attendorn-Ennest. Seine Vorfahren seien vor vielen Generationen aus Deutschland in die USA eingewandert. Aber mehr Deutsch könne er leider nicht, ergänzte der Amerikaner schnell.
„O Tannenbaum“ – das Lied würde er noch aus seiner Kindheit kennen, sagte Sam Brownback, Gouverneur von Kansas, bei seiner Ankunft im Seminarcenter der Firma Viega in Attendorn-Ennest. Seine Vorfahren seien vor vielen Generationen aus Deutschland in die USA eingewandert. Aber mehr Deutsch könne er leider nicht, ergänzte der Amerikaner schnell.
So fiel die Begrüßung durch Viega-Mitinhaber und Geschäftsführer Heinz-Bernd Viegener auch in Englisch aus.
Der amerikanische Gouverneur war zusammen mit seinem Wirtschaftsminister Pat George nach Attendorn gekommen, um das Unternehmen kennenzulernen, das „seit 2006 nachhaltig in den Standort McPherson im Bundesstaat Kansas investiert“.
Seine Deutschlandreise führte Sam Brownback zu Unternehmern, die sich im Bundesstaat Kansas außerordentlich engagieren. 2006 hatte Viega die Unternehmensgruppe Vanguard in McPherson (Kansas) übernommen. Bereits drei Jahre später konnte ein neues Fertigungs- und Logistikzentrum mit rund 45 000 qm Fläche in Betrieb genommen werden. Heute beschäftigt Viega rund 400 Mitarbeiter in den USA und fertigt in McPherson Kunststoff-Rohrleitungen für Trinkwasser und Fußbodenheizung für den nordamerikanischen Markt.
Der Gouverneur zeigte sich beim Produktionsrundgang insbesondere vom Fertigungs-Know-how des Attendorner Systemherstellers beeindruckt. Von den Vorteilen der Viega-Pressverbindungstechnik für Kupferrohrleitungen für Sanitär und Heizung, die das Unternehmen bereits seit 1999 erfolgreich auf dem US-amerikanischen Markt verkauft, überzeugte sich Sam Brownback durch den Praxistest:
In Sekundenschnelle hatte er die Rohrverbindung mit einem Akku-Werkzeug verpresst. Das System, das in den USA „Propress“ genannt wird, ist in Nordamerika bereits millionenfach in Einsatz – beispielsweise im Pentagon in Washington oder in der Freiheitsstatue in New York. Es wird nach wie vor ausschließlich in den deutschen Werken in Attendorn und Großheringen (Thüringen) gefertigt.
Die kurzfristige Verfügbarkeit stellen Läger in den Bundesstaaten Nevada, Georgia, New Hampshire, Pennsylvania und Kansas sicher.
Sam Brownback würdigte vor allem die Nachhaltigkeit des Engagements, das Viega in den USA zeigt. Auch als 2008 der Markt nahezu völlig zusammengebrochen ist, hat das Unternehmen weiter investiert. „Der US-amerikanische Markt erholt sich langsam. Die Prognosen für die Bauwirtschaft sind positiv. Insbesondere die Investitionen in den Industrie- und Objektbau ziehen an“, sagt Heinz-Bernd Viegener. „Bei Viega leben wir nicht von kurzfristigen Gewinnen. Und der Erfolg gibt uns Recht.“
0mitdiskutieren