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Höffken-Prozess

Versuchte "Felgen-Zar" Rüdiger Höffken sein Geld zu retten?

28.06.2012 | 17:30 Uhr
Versuchte "Felgen-Zar" Rüdiger Höffken sein Geld zu retten?
Höffken-Prozess: Christoph Hoffmann hat der Frau des Angeklagten eine teure Rolex und eine IWC-Mondphasen-Uhr abgekauft.Foto: Archiv-Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool

Attendorn / Dortmund.   45.400 Euro soll RH-Alurad-Mitarbeiter Christoph Hoffmann im August 2008 von seinem Chef Rüdiger Höffken erhalten haben, drei Wochen später überwies er die gleiche Summe an dessen Frau. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass der "Felgen-Zar" vor der Insolvenz sein Geld in Sicherheit bringen wollte.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat Christoph Hoffmann seinem Chef Rüdiger Höffken dabei geholfen, vor der Pleite von RH Alurad und der persönlichen Insolvenz von Rüdiger Höffken Werte auf dessen Frau Monika zu übertragen.

Der Vorwurf stützt sich u.U. auf zwei Überweisungen: 45.400 Euro, die Höffken am 6. August 2008 an Hoffmann überwiesen hat, drei Wochen später überweist Hoffmann exakt die gleiche Summe an Monika Höffken. Alles legal, sagt Hoffmann.

Mietrückstände in Höhe von 45.400 Euro?

Seine Version: 2004 bezieht Hoffmann das von ihm gebaute Haus in unmittelbarer Nachbarschaft zur Höffken-Villa. Wie teuer der Bau war, weiß Hoffmann heute nicht mehr, nicht einmal ungefähr. Tatsache ist aber, dass das gesamte Erdgeschoss des Hoffmann-Hauses aus Schwimmbad und Wellness-Bereich besteht. Diese untere Etage mietet Rüdiger Höffken von Christoph Hoffmann für 6950 Euro monatlich. Ein später schriftlich fixierte Mietvertrag läuft über fünf Jahre, Höffken hätte bis Vertragsende 417.000 Euro für den Wellnessbereich beim Nachbarn bezahlt.

Die 45.400 Euro, die Höffken ihm im August 2008 überwiesen hat, sind laut Hoffmann Mietrückstände, die aufgelaufen waren, als es bei RH Alurad nicht mehr so gut lief.

Monika Höffken zwei Herrenuhren abgekauft

Die exakt gleiche Zahlung an Monika Höffken erklärt Hoffmann wie folgt:

Monika Höffken habe Möbel im Keller aufbewahrt, die zu seiner Einrichtung passten. Dabei habe es sich u.a. um Sessel, Bilder und ein „Bänkelchen“ gehandelt. Diese hätten dann Platz in seiner Wohnung gefunden. „Ist ja egal, ob die bei ihr im Keller oder bei mir in der Wohnung stehen.“ Irgendwann habe er sie gefragt: was kriegst du für die Möbel und man habe sich auf eine Summe zwischen 12.000 und 15.000 Euro geeinigt. „Umsonst“, so Hoffmann, „ist der Tod.“

Die Differenz zu den überwiesenen 45.400 Euro ergebe sich aus einer goldenen Rolex und einer IWC-Mondphasen-Uhr (Herrenuhren), die Monika Höffken gehört hätten, und die er ihr abgekauft hätte. Die Frage, wieso Monika Höffken zwei Herrenuhren besaß, blieb unbeantwortet.

Gunnar Steinbach

Kommentare
29.06.2012
10:52
ja nee is klar
von zwergschatten | #1

...und die frage, wieso herr höffken meint, das gericht und der staatsanwalt wären mit dem klammerbeutel gepudert worden blieb auch unbeantwortet....

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2012-06-28 17:30
Rüdiger Höffken, Höffken-Prozess, RH Alurad, Attendorn, Christoph Hoffmann, Landgericht Dortmund, Monika Höffken
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