Verkehrserziehung ist (k)eine Zauberei

Mit pädagogischem Fingerspitzengefühl verstand es Verkehrszauberer Tommy, die Kinder in das Spielgeschehen einzubinden.
Mit pädagogischem Fingerspitzengefühl verstand es Verkehrszauberer Tommy, die Kinder in das Spielgeschehen einzubinden.
Foto: Barbara Sander-Graetz
Was wir bereits wissen
Was in Rheinland-Pfalz seit rund 30 Jahren in der Verkehrserziehung ein Erfolgsrezept ist, soll jetzt auch nach NRW kommen. Tommy, der Verkehrszauberer sorgen auf spielerische Weise für richtiges Verhalten im Straßenverkehr.

Helden..  Was in Rheinland-Pfalz seit rund 30 Jahren in der Verkehrserziehung in Kindergärten und Grundschulen ein Erfolgsrezept ist, soll jetzt auch nach NRW kommen. Tommy, der Verkehrszauberer, und seine Handpuppe Tapsi sorgen auf spielerische Weise für richtiges Verhalten im Straßenverkehr. Mit wie viel Spaß die Kinder bei der Sache waren, davon konnten sich jetzt auch Michael Wulf, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Olpe, sowie Martin Witzel, der zusammen mit Ralf Schnell und Bernd Neumann für die Verkehrserziehung seitens der Polizeibehörde zuständig ist, an der Grundschule Helden überzeugen.

Tommy, der Verkehrszauberer, heißt eigentlich Wolfgang Brenzinger und ist im benachbarten Bundesland schon eine feste Größe in den Kindergärten und Grundschulen. 1984 hatte er die Idee zur „zauberhaften Verkehrserziehung“ und hat seitdem in mehr als 17 000 Vorstellungen über 800 000 Kinder Verkehrswissen spielerisch vermittelt.

Dreh- und Angelpunkt seines 40-minütigen Auftritts sind die Gefahren, denen Kindern im Straßenverkehr und besonders auf dem Schulweg ausgesetzt sind. Dabei zieht Tommy seine kleinen Zuschauer von der ersten Minute in Bann. So hat er doch zu Hause den Inhalt seiner Zauberkiste vergessen. Doch gemeinsam mit der imaginären Luftpumpe und ein wenig Zauberpulver zaubern alle den Inhalt wieder herbei.

Die Kinder wissen Bescheid.

Dann kann’s losgehen. Die Kinder lernen, wie sie eine Straße auch ohne Ampel am besten überqueren, und Lena kann sogar aus drei bunten Tüchern im Zauberbeutel ein Fußgängerüberwegschild zaubern. Die Kinder sind ganz bei der Sache. Immer wieder wiederholt Tommy das Gelernte und die Kinder wissen Bescheid. Als dann ein leeres Malbuch allein durch Zauberkraft zu einem bunten Lehrbuch wird, staunen die Kinder nicht schlecht.

Wann darf man im Auto vorne sitzen und wie ist das mit einem Kindersitz? Die Jungen und Mädchen der ersten beiden Klassen der Heldener Grundschule hängen an den Lippen von Zauberer Tommy. Dann kommt schließlich die Handpuppe Tapsi aus der Zauberkiste und gemeinsam wird das gelernte nochmals wiederholt.

Tapsi schläft in der Zauberkiste

Als dann der Gong zur Pause ertönt, stürmt kein Kind nach draußen. Alle gehen vorsichtig in ihre Klasse, denn Tapsi schläft gerade in der Zauberkiste. Für Wolfgang Brenzinger ist das normal. Die Kinder sind eben verzaubert. Doch der Magier will in den kommenden Jahren kürzer treten. Auf einem Kongress lernte er den Attendorner Zauberer Robert Marteau kennen. So entstand die Idee, das Projekt auch in NRW bekannt zu machen und einzuführen. „Ich bin gelernter Pädagoge und habe früher in einem Kinderheim gearbeitet“, so der Magier, der im vergangen Sommer auch bei den Karl-May Festspielen in Elspe auf der Bühne stand. „Wenn ich wieder Kinderzauberei machen würde, dann nur so etwas.“

Auch Michael Wulf und Martin Witzel zeigten sich nach der Vorstellung positiv überrascht. „Die Kinder haben sehr gut mitgemacht und viel behalten.“