Unternehmen blicken optimistisch in Zukunft

Grevenbrück/Kreis Olpe..  Die heimischen Unternehmen schauen optimistisch in die Zukunft und zeigen sich durchaus zufrieden mit ihrer derzeitigen Situation. Das ist das Ergebnis einer Befragung, die die heimischen Volksbanken bei 101 Betrieben des verarbeitenden Gewerbes, der Bau- und Ausbaubranche, im Dienstleistungsgewerbe und im Handel durchgeführt hatte. Präsentiert wurden die durchaus aussagekräftigen Fakten gestern im Autohaus Marxen in Grevenbrück.

„Die Stimmung in den Betrieben unterschiedlicher Größe und unterschiedlichem Umsatz ist gut“, resümierte Volksbank-Vorstand Andreas Ermecke. 81 Prozent im Kreis Olpe beurteilten ihre Geschäftslage als gut, 11 Prozent sogar als sehr gut. Im Bund waren es „nur“86 Prozent.

Zusammenarbeit

Was besonders positiv stimmt: Die meisten Unternehmer rechnen in absehbarer Zeit nicht mit einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation. Angesicht der gut laufenden Geschäfte wollen 39 Prozent der Befragten zusätzlich investieren, nur 6 Prozent wollen ihren finanziellen Einsatz reduzieren. Bei diesem Expansionskurs der heimischen Wirtschaft seien die Volksbanken starke Partner an der Seite der Mittelständle, betonte Andreas Ermecke. Man setze auf Bankenseite nicht auf den schnellen Gewinn, sondern wünsche den gemeinsamen Erfolg.

Ein kleiner Wermutstropfen in der sonst fast makellosen Stimmungsanalyse: 64 Prozent der Befragten berichteten von gestiegenen Kosten, und nur 15 Prozent erwarten steigende Verkaufserlöse. 38 Prozent rechnen bis zum Jahresende mit weiteren Kostensteigerungen. 55 Prozent rechnen mit einer unveränderten Lage. In den letzten beiden Jahren haben 34 Prozent der Unternehmen zusätzliches Personal eingestellt, nur 4 Prozent die Mitarbeiterzahl reduziert.

Mit zusätzlichen Auszubildenden versucht man gegen den Facharbeitermangel anzugehen.

IHK-Geschäftsführer Gräbener: „Frauen sind in Deutschland besser qualifiziert als die Männer. Bei der Nutzung dieses Potenzials befindet sich Südwestfalen unter dem Bundesdurchschnitt. Hier ist ein Umdenken dringend erforderlich.“

Schnelles Internet

Eine verkehrlich optimierte Anbindung ist ebenso wichtig wie das schnelle Internet. 38 Prozent der Betriebe sehen ihren Schnelligkeits-Bedarf derzeit bei mehr als 50000 bit, für den Zeitraum bis 2020 wächst die Zahl bereits auf 64 Prozent. Landrat Frank Beckehoff verwies auf die gemeinsame Telekommunikationsgesellschaft der fünf südwestfälischen Kreise: „Derzeit erfolgt eine Bestandsaufnahme der bestehenden Infrastruktur in einem Atlas.“ Danach gelte es, konkrete Handlungskonzepte zu entwickeln.

Beim Personal, so war man sich einig, wird es in den nächsten 10 Jahren zu Engpässen kommen.

Angesichts des positiven Gesamtpakets der aktuellen Stimmungsanalysezog Vorstand Bernd Griese eine positive Bilanz: „Wir haben starke Unternehmen in einer starken Region.“