Unser aller Zukunft ist das Alter

Das „Netzwerk Demenz“, das sich mit der Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen im gesamten Kreisgebiet auseinandersetzt.
Das „Netzwerk Demenz“, das sich mit der Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen im gesamten Kreisgebiet auseinandersetzt.
Foto: privat
„Wie kann sich eine Stadt als Ganzes auf das Alter vorbereiten?“ lautete die Frage, die sich ein gemeinsamer Workshop der Nachbarkommunen Attendorn und Finnentrop gestellt hatte.

Finnentrop..  „Wie kann sich eine Stadt als Ganzes auf das Alter vorbereiten?“ lautete die Frage, die sich ein gemeinsamer Workshop der Nachbarkommunen Attendorn und Finnentrop gestellt hatte. Gemeinsam mit den beiden Bürgermeistern Dietmar Heß und Christian Pospischil diskutierten Mitarbeiter des Netzwerkes Demenz die Umsetzung des Ziels „Demenzfreundliche Kommune“.

Referent des Workshops war Martin Polenz aus Arnsberg, der seit 2007 bei der dortigen Fachstelle „Zukunft Alter“ arbeitet. In Arnsberg werden professionelle Angebote zur Unterstützung von Menschen mit Demenz in der „Arnsberger Lern-Werkstadt Demenz“ vernetzt, um ein möglichst engmaschiges Netzwerk um die Menschen mit Demenz und ihre Lebenswelt zu knüpfen und so die Teilhabe und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

In Attendorn und Finnentrop leben zurzeit ca. 650 Menschen, die eine Demenz haben. Betroffen von dieser Erkrankung ist auch das familiäre Umfeld, so dass weitere, ca. 2.600 Menschen mit den Auswirkungen und Konsequenzen leben müssen.

Ein wesentliches Ziel des regionalen Netzwerkes ist die Entwicklung hin zu einer „Demenzfreundlichen Kommune“ in der Hansestadt Attendorn und der Gemeinde Finnentrop.

Die Arnsberger Erfahrungen wurden bei dem Treffen im Finnenrtroper Rathaus genutzt. Im Workshop beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Frage, wie man die Lebenssituation der Menschen mit Demenz und deren Angehörige in beiden Kommunen verbessern kann. Es wurden Visionen entwickelt, wie die Versorgungssituation von Menschen mit Demenz im Jahre 2030 aussehen könnte.

Weitere Teilhabe am Leben

„Wichtig ist es“, so Dietmar Heß, „die Verbesserungen in den Kommunen zu verankern, damit die Vorschläge nicht nur plakativ sind, sondern auch inhaltlich gefüllt werden.“ Schon heute existiert ein kreisweit geltender Vermisstenbogen, den die Polizei bei der Suche von abgängigen, demenziell veränderten Menschen nutzen kann. Ebenso wurden Schulungen von Polizei und Feuerwehr zu diesen Themen abgehalten. Dies unterstützt das, was Christian Pospischil sich für seine Kommune wünscht: „Menschen mit Demenz und ihren Familien soll die Teilhabe am Leben in der Kommune und in der Gesellschaft ermöglicht werden.“

Abschließend wurde ein möglicher gemeinsamer Fahrplan von den Kommunen und dem Netzwerk Demenz Region Attendorn Finnentrop zur Weiterentwicklung einer „Demenzfreundlichen Kommune“ in Attendorn und Finnentrop im Entwurf erarbeitet. Dieser Vorschlag soll den Räten in beiden Kommunen im Herbst zur Beratung und Entscheidung vorgelegt werden.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE