Ungezügelte Lebensfreude in Grelau

Grelau. In Gevenebrück feierte der Karneval mit dem Veilchendienstagszug einen gandiosen Abschluss.
Grelau. In Gevenebrück feierte der Karneval mit dem Veilchendienstagszug einen gandiosen Abschluss.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Prächtige Mälo- und Prinzenwagen, daneben zahlreiche schlichter gestaltete Großwagen und eine Vielzahl an farbenfrohen Fußgruppen - das waren die Zutaten für einen herrlich bunten Veilchendienstagsumzug in Grelau.

Grevenbrück..  An dem bunten und fröhlichen Treiben beteiligten sich die unterschiedlichsten Gruppen: Da waren etwa die jecken Piratenbräute oder die zauberhaften Elfen, auch die Schlümpfe hatten sich auf den weiten Weg von Schlumpfhausen ins Sauerland gemacht. Noch weiter war sicher nur die Anreise der Aliens, die von Astronauten der NASA begleitet wurden. Ein besonderer Hingucker waren auch die wunderbaren Raupen. Mit dabei auch das fahrende Schloss der Maumker Vampire und die Rönkser Prinzengarde, die ihren Wagen kurzerhand zur Hüpfburg umfunktioniert hatte.

Auch wenn es traditionell eher selten politische Themen sind, die die Wagenbauer ansprechen, so stachen doch zwei Wagen heraus. „Es regnet, stürmt und schneit, die Lessing-Realschule bleibt“ war das Motto, mit dem für den Erhalt der Schule geworben wurde. „Zum Glück kein Schwan“ schrieb sich ein Gruppe auf die Fahnen. Die Teilnehmer hatten sich als Enten, Frösche und Fische verkleidet und demonstrierten damit gegen die Erschießung zweier Schwäne auf der Lenne im letzten Jahr.

Selbstverständlich waren auch zahlreiche Garden mit von der Partie, einerseits mit eigenen Wagen, andererseits auch zu Fuß. Und so konnte das Tanzpaar der Funkengarde Bamenohl und die Veischedegarde dem begeisterten Publikum kurze Tanzeinlagen präsentieren.

Kamelle fürs Volk

Den Höhepunkt des Zuges bildeten die Großwagen der KGC, sich am Ende einreihten. Vorneweg Kinderprinz Kai I. (Beckmann) mit Prinzessin Jana I. (Kurzbach), begleitet von allerlei Narrennachwuchs. Dahinter die Prinzengarde Grevenbrück und zum krönenden Abschluss der Prinzenwagen der KCG mit dem Grevenbrücker Dreigestirn, Prinz Markus II. (Hesse), Bauer Stefan (Beckmann) und Jungfrau Stefanie (Stefan Höninger). Mit an Bord waren auch der 13er Rat und der Vorstand der KCG, die gemeinsam mit dem Lennestädter Bürgermeister Stefan Hundt fleißig dabei waren, Kamelle unters Volk zu bringen. Für die Organisation und Leitung des Umzuges zeigten sich Christopher Knoche und Peter Schauerte verantwortlich, wobei sich letztere damit von der aktiven Planung zurückziehen möchte. Für einen reibungslosen Ablauf waren etwa 50 Kameraden der Grevenbrücker Feuerwehr sowie benachbarter Wehren vor Ort, dazu 18 Helfer des DRK sowie Kräfte von Polizei und Ordnungsamt.