Und sind so klug als wie zuvor...

Am Charity Poker Turnier in Altenhundem nehmen stets zahlreiche Poker-Asse teil. Auch Pokerweltmeister Pius Heinz und u.a. die Pokerprofis Jan Heitmann und George Danzer nahmen bereits an der Benefizveranstaltung teil.
Am Charity Poker Turnier in Altenhundem nehmen stets zahlreiche Poker-Asse teil. Auch Pokerweltmeister Pius Heinz und u.a. die Pokerprofis Jan Heitmann und George Danzer nahmen bereits an der Benefizveranstaltung teil.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Behörden-Zaudern um Pokerturnier-Auflagen trübt die Vorfreude aufs bevorstehende Charity-Turnier

Lennestadt..  Am kommenden Samstag steigt das traditionelle Charity-Poker-Turnier in der Sauerlandhalle in Altenhundem (wir berichteten). Erneut mit einer Rekordbeteiligung. 350 Kartenspielerinnen und -spieler wollen nach Möglichkeit mit einer gehörigen Portion Wahrscheinlichkeitsrechnung dem Glück auf die Sprünge helfen. Darunter erneut eine Phalanx von nationalen und internationalen Poker-Profis, die sich unentgeltlich in den Dienst der guten Sache stellen. Denn der Gesamterlös des Wohltätigkeitsturniers geht an die beiden Einrichtungen „Strahlemännchen“ und „Frauen helfen Frauen“.

Glücksspiel

Das Ansinnen der Landesregierung, mit einem Glücksspiel-Erlass der zunehmenden Spielsucht entgegen zu wirken, ist aller Ehren wert. Doch im Fokus standen dabei in erster Linie Glücksspielautomaten und Co. Auf Anfrage unserer Zeitung hatte das Innenministerium bestätigt, dass es sich bei Wohltätigkeitsturnieren, bei denen Eintrittsgelder lediglich zur Deckung der Kosten für die Veranstaltung erhoben würden, von dem Verbot ausgenommen seien. Und wenn die Hauptpreise für die Sieger zudem auch noch gesponsert würden, ziehe der Erlass nicht. Im Übrigen sei die Stadt Lennestadt als Ordnungsbehörde für die entsprechende Genehmigung der Veranstaltung zuständig.

Angesichts der postulierten Einzelfallentscheidung hatte sich das Ordnungsamt der Stadt bereits vor Wochen ans Innenministerium gewandt. Wollte wissen, ob - wie im Erlass beschrieben - der „Hauptpreis“ auch eines derartigen Turniers die Obergrenze eines Wertes von 60 Euro übersteigen dürfe oder nicht. Doch seither herrscht Funkstille.

Und so erreichte die Organisatoren vor drei Tagen ein städtisches Schreiben. Mit der grundsätzlichen Genehmigung des Turniers. und dem Hinweis: „Diese außergewöhnlichen Veranstaltungsbedingungen beinhalten insbesondere, dass kein Spieleinsatz erfolgt, sondern lediglich eine Veranstaltungskostenumlage in Höhe von maximal 15 Euro erhoben wird und ausschließlich Sachgewinne im Höchstwert von 60 Euro ausgespielt werden.“ Was denn nun, fragen sich die Organisatoren.

Funkstille aus Düsseldorf

Die Behörde hat nach bestem Wissen entschieden. Ob als Hauptpreis auch ein Fernseher dienen darf? Beigeordneter Schürheck: „Wir haben bisher vergeblich auf eine Antwort aus Düsseldorf gewartet.“