Unbekannte Täter sprengen Volksbank in Olper Landkreis

So sieht es nach der Explosion in der Volksbank-Außenstelle im Fachwerkdorf Kirchhundem-Heinsberg aus. Der Tatort ist abgesperrt.
So sieht es nach der Explosion in der Volksbank-Außenstelle im Fachwerkdorf Kirchhundem-Heinsberg aus. Der Tatort ist abgesperrt.
Foto: Werner Riedel
Was wir bereits wissen
Im Fachwerkdorf Kirchhundem-Heinsberg im Landkreis Olpe hat es in der Nacht zum Freitag eine Explosion gegeben. Laut Polizei haben bisher Unbekannte in der Volksbank Bigge-Lenne randaliert. Der Schaden soll bei rund 200 000 Euro liegen.

Olpe/Kirchhundem-Heinsberg.. Gegen 3 Uhr in der Nacht zum Freitag wurde die Bevölkerung des Fachwerkdorfes Kirchhundem-Heinsberg aus dem Schlaf gerissen. Bisher unbekannte Täter hatten die Selbstbedienungsstation der Volksbank Bigge-Lenne samt Geldautomat und Kontoauszugsdrucker und Fachwerk-Pavillon in die Luft gesprengt.

Die Volksbank Bigge-Lenne hat in diesem Ortsteil keine Geschäftsstelle mit eigenem Personal, sondern eine sogenannte Geldautomaten-Box in dem verschlossenen Pavillon an der Talstraße in Höhe des Hotels Schwermer eingerichtet.

Aus dem Tresor ließen sie mehrere Geldkassetten mitgehen. Während die Bank von einer geringen Bargeldbeute spricht, beziffert die Kriminalpolizei nach ersten Schätzungen den Gesamtschaden auf bis zu 200.000 Euro. Personen wurden bei der Explosion nicht verletzt. Umherfliegende Trümmerteile beschädigten jedoch einen in der Nähe abgestelltes Auto sowie einen Stromkasten.

Ermittlungen laufen gegen Fahrer von Hagener Auto

Die Polizei geht unterdessen von Profis aus: Die Ermittler ziehen Parallelen zu nationalen und sogar internationalen Tatserien. Aus diesem Grund ist die Kriminaltechnische Untersuchung (KTZ) Hagen eingeschaltet. Die Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde Olpe vermutet, dass das Bundeskriminalamt die weiteren Ermittlungen übernehmen wird.

Von den Tätern und ihrer Beute fehlt bislang jede Spur. Die Sprengung des Tresors samt Pavillon scheint mit Hilfe von Gas minutiös vorbereitet worden zu sein, heißt es aus Polizeikreisen.