Umfassende Informationen über den Landschaftsverband

Olpe..  Der Vorsitzende der FDP-FW-Fraktion beim Landschaftsverband Westfalen Lippe, Stephen Paul, besuchte den Kreisverband Olpe der Freien Demokraten. Dabei gab er einen Überblick über die Historie, die Organisation und die Aufgabenbereiche des Landschaftsverbandes Westfalen–Lippe (LWL) sowie über die Arbeit seiner Fraktion im Westfalenparlament.

Der Landschaftsverband Westfalen Lippe wurde 1953 gegründet. Ihm gehören heute neun kreisfreie Städte und 18 Kreise mit insgesamt 8,2 Millionen Einwohnern an, darunter auch der Kreis Olpe. Finanziert wird er zu zwei Dritteln aus Umlagen der Mitgliedskommunen, 15 Prozent steuert das Land NRW dazu und der Rest wird durch eigene Einnahmen generiert. Das Haushaltsvolumen insgesamt beläuft sich für 2015 auf 3,1 Milliarden Euro.

Ein Aufgabenschwerpunkt ist der Bereich der Eingliederungshilfen für Menschen mit Behinderungen. Allein dafür werden etwa 70 Prozent der Mittel eingesetzt. Bezogen auf den Kreis Olpe umfasst die Hilfe für Menschen mit Behinderungen insgesamt circa 31,2 Millionen Euro. Die Umlage des Kreises Olpe an den LWL liegt im Gegenzug bei 29 Millionen Euro. Durch die Bündelung der Hilfen ergibt sich für den Kreis Olpe eine beachtliche Einsparung.

Beeindruckende Bilanz der Hilfe

Im Kreis Olpe erhalten 323 Menschen Hilfe im Bereich stationäres Wohnen, 348 Menschen im Bereich ambulantes, betreutes Wohnen, 516 Menschen arbeiten in Werkstätten, 61 Kinder erhalten Hilfe in heilpädagogischen und 158 Kinder in integrativen Kitas. 2,4 Millionen Euro davon fließen im Kreis Olpe in Förderschulen mit 167 Schülern und rund 1,4 Millionen Euro werden für die Versorgung von Kriegsopfern eingesetzt. Vor Ort im Kreis Olpe beschäftigt der LWL 70 Mitarbeiter.

Die Freien Demokraten (FDP) bilden im „Westfalenparlament“ eine Fraktionsgemeinschaft mit den Freien Wählern (FW). „Auch dem Engagement unserer Fraktion ist es zu verdanken, dass der Hebesatz der Kommunen für 2015 entgegen dem Vorschlag der Verwaltung nicht bei 16,8 Prozent sondern bei 16,5 Prozent liegt. Dies ergibt für den Kreis Olpe eine zusätzliche Ersparnis bei der Umlage von über 550 000 Euro“, so Stephen Paul.