Ulrich Berghof soll Theo Hilchenbach beerben

Von rechts: CDU-Kreisvorsitzender Theo Kruse, Bürgermeisterkandidat Uli Berghof und seine Gattin Elke.
Von rechts: CDU-Kreisvorsitzender Theo Kruse, Bürgermeisterkandidat Uli Berghof und seine Gattin Elke.
Foto: WP
52 der 61 zur Kandidatenkür der Drolshagener CDU nach Frenkhausen gekommenen Parteimitglieder (ca. 85 Prozent) stimmten in geheimer Wahl für den 46-Jährigen. Sieben Christdemokraten stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich.

Drolshagen..  Ulrich Berghof soll Theo Hilchenbachs Nachfolger werden. Der CDU-Stadtverband Drolshagen nominierte am Dienstag Abend im Dorfgemeinschaftshaus Frenkhausen erwartungsgemäß den Diplom-Verwaltungswirt und zweifachen Familienvater aus Halbhusten als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 13. September. 52 der 61 anwesenden Parteimitglieder (ca. 85 Prozent) stimmten in geheimer Wahl für den 46-Jährigen, der als einziger Bewerber auf dem Wahlzettel stand. Sieben Parteifreunde stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich.

Die Parteimitglieder klatschten, als Versammlungsleiter Georg Melcher das Ergebnis der Auszählung bekannt gab. Melcher hatte seine Parteifreunde zu Beginn auf den kommenden Wahlkampf eingeschworen. „Seit 70 Jahren stellt die CDU in Drolshagen den Bürgermeister und das soll so bleiben.“

Berghof zufrieden

Der frisch gewählte Kandidat zeigte sich mit dem Votum zufrieden. „Ich bin sehr zufrieden, freue mich jetzt auf einen aktiven Wahlkampf und hoffe auf die geschlossene Unterstützung meiner Partei“, so Berghof, der seit 2010 selbst Vorsitzender der CDU Drolshagen ist.

Vor der Abstimmung fasste er die Ziele als Bürgermeister der Stadt Drolshagen noch einmal selbstbewusst zusammen. Ganz oben auf seiner Agenda steht: Große Nähe zu Bürgerschaft und Wirtschaft, neuer Schwung in der Stadt- und Dorfentwicklung und gesunde Finanzen. So können sich die Drolshagener Bürger im Falle seiner Wahl auf regelmäßige Bürgermeistersprechstunden und dezentrale Informationsveranstaltungen der Stadtverwaltung einstellen.

Erhalten und verbessern will Berghof die Infrastruktur. Intakte Straßen und schnelles Internet durch Breitbandausbau seien Voraussetzung dafür, dass Drolshagen ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort bleibt. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der auch die Rosestadt mit voller Wucht treffen werde, sagte Berghof: „Jetzt müssen wir beginnen, so viele Menschen wie möglich hier zu halten bzw. hierher zu bringen.“ Er brachte zudem ein professionelles Einzelhandelskonzept für die Kernstadt ins Gespräch.

Das Alles kostet Geld, um so wichtiger ist Berghof das Thema Finanzen. Auch der aktuelle Haushalt sei auf Kante genäht. „Und gerade deswegen müssen wir neu durchstarten. Geschieht dies nicht, drohen uns vielleicht Steuerbelastungen wie in Bergneustadt.“ Dort, in der Nachbarkommune, sei die Grundsteuer B drei Mal so hoch wie in Drolshagen. „Wir müssen alles daran setzen, dies zu verhindern“, so Berghof.

Interkommunale Zusammenarbeit

Und das gehe nur über eine optimierte, schlanke und moderne Stadtverwaltung. Zentraler Punkt ist für ihn die sinnvolle Zusammenarbeit mit anderen Kommunen und dem Kreis. „Ich glaube fest daran, dass zukünftig immer mehr Verwaltungsarbeiten aus Gründen der Wirtschaftlichkeit gemeinsam erledigt werden. Teilweise werden wir in Drolshagen dann für andere Kommunen tätig; teilweise werden andere oder der Kreis Aufgaben für uns erledigen. Dem Bürger ist es vollkommen egal, wo zum Beispiel Personalverwaltung und Buchführung der Stadt erledigt werden“, solange er vor Ort eine kompetente Anlaufstelle für sein Anliegen habe.

Dass Berghof der richtige Mann ist, dies umzusetzen, daran ließ er kein Zweifel. Er habe die Arbeit in der Kommunalverwaltung „von der Pike auf gelernt“, bringe aus seiner 10-jährigen Tätigkeit als Kämmerer der Gemeinde Wilnsdorf reichlich Erfahrung und Fachwissen mit. „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Drolshagener Verwaltung in der finanziell wie personell sehr angespannten Zeit einen Fachmann als Leiter der Verwaltung sehr gut brauchen kann“, so Berghof. Ob die Bürger das auch so sehen, wird sich am 13. September entscheiden.