Trotz vier Hektar Bauland kein Platz für vier junge Familien

Drolshagen..  Vier Hektar an Flächen zur Verwirklichung von Wohnbauvorhaben weist der Flächennutzungsplan der Stadt Drolshagen im Bereich von Frenkhausen aus. Dennoch, kritisiert die SPD-Fraktion, gibt es „nachweislich vier junge Familien“, die bauen wollen, aber mangels Bauland nicht können.

Grund genug für die Sozialdemokraten, in der Stadtverordnetenversammlung eine Änderung des Flächennutzungsplanes zu fordern.

Nach Darstellung der SPD weist der Flächennutzungsplan im Bereich von Frenkhausen Bauerschließungsland aus, das „nachweislich zu nah an landwirtschaftlichen Betrieben liegt“, wegen der Nähe zur Autobahn gar nicht bebaut werden könne, derzeit landwirtschaftlich genutzt werde oder schon von Familien gekauft wurde, um sie irgendwann einmal Kindern bzw. Enkeln zur Verfügung zu stellen.

Die Drolshagener Verwaltung begründet die derzeitige Nichtverfügbarkeit der als Bauland ausgewiesenen Flächen mit den besonderen Umständen bei der Erstellung eines Flächennutzungsplanes. „Im Stadium der vorbereitenden Bauleitplanung (Flächennutzungsplan) muss und kann eine Vollzugsfähigkeit der Flächenausweisungen nicht garantiert werden“, so die Verwaltung. Darüber hinaus sei die von der SPD geforderte Änderung des Flächennutzungsplanes „nicht mit den Zielen der Raumordnung und Landesplanung vereinbar und somit nicht genehmigungsfähig“.

Kleinflächige Änderungssatzung

„Wie stellt sich die Verwaltung vor, den weiteren Bedarf an Wohnbauflächen in Frenkhausen zu decken?“ Auf diese schriftliche formulierte Anfrage des SPD-Stadtverordneten Martin Theile reagierte die Verwaltung in der jüngsten Ratssitzung mit dem Hinweis auf eine „derzeit im förmlichen Verfahren befindliche kleinflächige Änderungssatzung in Frenkhausen, welche die bauplanungs- und landschaftsrechtlichen Voraussetzungen hinreichend berücksichtigt“.

Während diese Änderungssatzung im Rat einhellig befürwortet und auf den Weg in die Bürgerbeteiligung geschickt wurde, beantragte SPD-Stadtverordneter Martin Theile, den Vorstoß seiner Fraktion an den Fachausschuss „Stadtentwicklung und Umwelt“ zu verweisen. Auch dazu formulierte der Rat der Stadt ein einstimmiges „Ja“.