Syrische Familie hat neues Zuhause

Auch, wenn Jelal Khalf, seine Frau und seine fünf Töchter den christlichen Brauch bislang nicht pflegten, sind sie jetzt ein Stück weit in die Tradition eingebunden.
Auch, wenn Jelal Khalf, seine Frau und seine fünf Töchter den christlichen Brauch bislang nicht pflegten, sind sie jetzt ein Stück weit in die Tradition eingebunden.
Foto: privat

Bilstein..  Weihnachten ist das Fest der Familie: Auch wenn Jelal Khalf, seine Frau und seine fünf Töchter den christlichen Brauch bislang nicht pflegten, sind sie jetzt ein Stück weit in die Tradition eingebunden. Der 36-jährige Syrier ist dank Marlies Heer, vieler tatkräftiger Helfer und vieler Spender wieder mit seiner Familie in Bilstein vereint. Hinter dem Syrer liegt eine neunmonatige Zeit zwischen hoffen und bangen (wir berichteten), die jetzt ein Ende fand.

Während die Familie im Libanon bei Verwandten auf die Nachricht wartete, dass die Pässe fertig sind, die Visa bereit liegen und sie letztendlich ausreisen dürfen, ging es in Bilstein rund: Mit einigen Helfern schaffte Marlies Heer in wenigen Wochen ein Haus bewohnbar zu machen. Auch Jelal Khalf legte selber kräftig Hand an, um das neue Zuhause und das Außengelände auf Vordermann zu bringen. Insgesamt waren etwa 30 bis 40 Helfer im Einsatz.

Ein besonderer Dank von Marlies Heer gilt vor allem Anne und Willi Cramer sowie Gitte Schultze aus Bilstein, die sich selbst als Helfer anboten, sowie den Spendern, die das Vorhaben unterstützten.

Am zweiten Weihnachtstag konnten die Familien Heer und Khalf zusammen feiern. „Sie sollen ja nicht konvertieren, aber doch Einblicke in unsere Kultur erhalten“, begründet Marlies Heer ihre Bemühungen. Auf Nachfrage, ob die Unterstützung einzelner Flüchtlinge nicht Unruhe und Neid anderen hervor rufe, antwortet Marlies Heer: „Wir unterstützen jeden, der uns um Hilfe bittet. Aber dann muss man auch mal zufrieden sein und nicht das Neueste haben wollen. Jelal hat uns persönlich angesprochen und um Hilfe gebeten.“