Suche nach den Spuren jüdischer Bürger im Kreis Olpe

Kreis Olpe/Rahrbach..  Das Ende des 2. Weltkriegs vor 70 Jahren sind für das Josef-Gockeln-Haus in Rahrbach und den Kreisheimatbund ein Anlass, zurück zu blicken und gleichzeitig unter dem regionalen Blickwinkel die heutige Situation zu betrachten. In drei Veranstaltungen und teilweise mit Hilfe persönliche Biografien wird daran erinnert, wie Juden im Sauerland gelebt und wie einige von ihnen Auschwitz überlebt haben. Hier, wie auch in der dritten Veranstaltung, in der es um zwei Männer geht, die die Gräber ihrer in Russland gefallenen Väter gesucht haben, sind persönliche Erinnerungen und Beziehungen der Ausgangspunkt.

Am 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des KZ von Auschwitz, liest Walter Wolf in Rahrbach aus dem Buch „Verweigerte Rückkehr“ von Hans Frankenthal aus Schmallenberg. Frankenthal kam wie seine ganze Familie nach Verfolgungen in seiner Heimatstadt nach Auschwitz. Während seine enge Familie und weitere Verwandte und Bekannte ermordet wurden, hat er gemeinsam mit seinem Bruder Ernst überlebt.

Kontakt nicht abgebrochen

Seinerzeit pflegte die Familie von Walter Wolf gerade im Nationalsozialismus einen engen Kontakt mit der jüdischen Familie, den Hans Frankenthal auch in der Nachkriegszeit fortsetzte. Die Lesung findet von 19 bis 21 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung unter 02764/690 oder info@josef-gockeln-haus.de. Eine Spurensuche in der Region mit dem Besuch historischer Stätten in der nahen Umgebung, Gesprächen, Erinnerungen und literarischen Zugängen steht am 30. Mai auf dem Programm. Die Suche nach dem Grab des Vaters wird am 8. Mai thematisiert.