Stadt Attendorn kauft Alte Post

De Stadt Attendorn hat das unter Denkmalschutz stehende alte Postgebäude in der Niedersten Straße erworben.
De Stadt Attendorn hat das unter Denkmalschutz stehende alte Postgebäude in der Niedersten Straße erworben.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Gebäude und Vorplatz sollen eine wichtige Rolle in der zukünftigen Innenstadtentwicklung spielen.

Attendorn..  Jetzt ist es amtlich: die Stadt Attendorn hat das alte Postgebäude in der Niedersten Straße erworben. Bürgermeister Christian Pospischil bestätigte auf Anfrage, dass sich die Stadt Attendorn mit der Eigentümerfamilie Stuff über den Ankauf des Gebäudes einig geworden sei, der Anfang des Monats mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags besiegelt worden sei.

Pospischil bezeichnet den Erwerb als „wichtigen Baustein für die zukünftige Innenstadtentwicklung“, wenn das Gelände mit dem Gebäude auch kaum zur Ansiedelung eines attraktiven Geschäftes als attraktiver „Frequenzbringer“ für die Innenstadt geeignet sei.

Denkmalschutz und Treppe

Zum einen, weil das Gebäude auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vor rund 20 Jahren in Gänze unter Denkmalschutz gestellt worden sei, und zum anderen, „weil das Gelände mit 1 700 Quadratmetern auch nicht so groß ist, wie man denkt“, so Pospischil. Außerdem könne es nur schlecht angefahren werden. Auch eine barrierefreie Erschließung ist wegen der Treppe nur schwer realisierbar.

Zudem ist das alte Postgebäude noch komplett vermietet und beherbergt neben der Postverteilstelle, „die wir unbedingt in Attendorn halten wollen“, wie der Bürgermeister betont, auch das Arbeitsmedizinische Zentrum sowie drei private Wohnungen.

Man sei in alle bestehenden Mietverträge eingestiegen und wolle auch niemanden kurzfristig vertreiben. Sollten sich Nutzungsänderungen ergeben, werde die Stadtverwaltung rechtzeitig mit den Mietern Kontakt aufnehmen.

Trotzdem soll das Gebäude mittelfristig mit frequenzbringenden Nutzungen belegt werden und so eine verbindende Funktion zwischen der östlichen Innenstadt und der Fußgängerzone bis hin ins Kölner Tor übernehmen.

Vorplatz attraktiv gestalten

Resultierend aus den bisherigen Erkenntnisse im Rahmen der Aufstellung des Innenstadt-Entwicklungskonzeptes und der Überarbeitung des Einzelhandelskonzeptes kann Bürgermeister Pospischil sich perspektivisch die Alte Post als Standort für kleinteiligen Einzelhandel sowie eine Nutzung im kulturellen Bereich, mit Gastronomie und als Ärztehaus mit einer nachgeordneten Nutzungsmöglichkeit im Bereich Wohnen vorstellen.

Wenn denn im kommenden Jahr die Niederste- und Ennester Straße aufgewertet werden, kann auch der derzeit optisch eher unschöne Vorplatz des Postgebäudes mit seinen durch diverse Pfosten abgesperrten Parkplätzen mit einbezogen werden, um dort, eventuell mit einer gastronomischen Nutzung, eine größere Aufenthaltsqualität zu schaffen.