Sport mit dem künstlichen Gelenk

Olpe..  Ein verschlissenes, schmerzhaftes und funktionsuntüchtiges Gelenk blockiert die Bewegung und zwingt zur Inaktivität. Der Ersatz durch ein künstliches Gelenkes führt zu einer Schmerzlinderung und Verbesserung der Mobilität. Daher ist der Wunsch nach Einbau einer künstlichen Schulter-, Hüft-, Knie- oder Sprunggelenkprothese groß, sich sportlich zu betätigen. Doch Orthopäden sind grundsätzlich zurückhaltend mit einer Sportempfehlung.

Sport und Fitness

Sport und Fitness stellen einen bedeutenden Faktor bei der Vorbeugung von Herz-, Gefäß-, Schlaganfall-, Demenz- und Zuckererkrankungen dar. Wie sieht es mit Sport nach dem Einsetzen eines künstlichen Gelenkes aus? „So wichtig einerseits die Verbesserung der körperlichen Kondition ist, können andererseits bei einigen körperlichen Belastungen erhebliche zum Teil schädigende Kräfte auf die Prothese wirken. Daher sind Orthopäden grundsätzlich mit einer Sportempfehlung zurückhaltend“, erläutert Dr. Jürgen Bong Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie am St. Martinus-Hospital Olpe.

Inwieweit ein Patient nach Einbau eines künstlichen Gelenkes wieder Sport treiben kann, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Hier spielen beispielsweise die Art der Prothese, die Implantationstechnik, die Vorkenntnisse bei speziellen Sportdisziplinen und die körperliche Aktivität eine wichtige Rolle. Nicht alle Sportarten eignen sich für die Verbesserung der körperlichen Konstitution.

Beginn um 16.30 Uhr

In einem Vortrag am Mittwoch, 17.Juni, um 16.30 Uhr im Forum des St. Martinus-Hospitales Olpe geht Dr. Bongder Frage nach, welche Sportarten nach Einbau eines künstlichen Schulter-, Hüft-, Knie- oder Sprunggelenkes möglich sind und auf welche Gefahren man bei den einzelnen Sportarten stößt.