SPD Finnentrop: Stellwerk muss bleiben
03.02.2009 | 17:26 Uhr 2009-02-03T17:26:00+0100Finnentrop. ...
... (pep) Die SPD-Fraktion im Finnentroper Gemeinderat will einen Abriss des Reiterstellwerks nicht hinnehmen und die DB Netz AG zwingend dazu verpflichten, das denkmalgeschützte Stellwerk aus dem Jahr 1920 zu versetzen, damit es weiterhin als wichtiges Relikt aus den goldenen Jahren der Bahn die Finnentroper Bahngeschichte eindrucksvoll dokumentieren kann, heißt es in einer Stellungnahme. So könnten die Planer der Bahn ohne Stellwerk und damit ohne weitere Zeitverzögerung, die Tausende vor der Glück-auf-Schranke wartenden Autofahrer nicht akzeptieren würden, weiter planen. Eventuell 50 Meter in Richtung Lenne-Ufer versetzt und saniert, "könnte es ein gemütliches Cafe mit Besichtigung der Bahngeschichte (Ausstellung, Modelleisenbahn, etc.) beherbergen. Und das noch mit einer imposanten Aussicht in exponierter Lage. Dann hätte Finnentrop auch endlich sein Highlight an der Lenne", erklärt die SPD.
"Bei der finanziellen und technischen Realisierung ist gefälligst die Bahn AG in die Pflicht zu nehmen, die bei den bisherigen Planungen kläglich versagt hat und durch ihre Arroganz, der man sich in der Region Finnentrop nun ohnmächtig ausgeliefert sieht, für die nicht zu akzeptierende erneute Terminaufschiebung bei der Beseitigung des Bahnübergangs gesorgt hat".
Zur Finanzierbarkeit heißt es, dass auch ein Abriss Geld koste, umso mehr, da im filigranen Raum der Oberleitungen kaum die Abrissbirne zum Einsatz kommen könne und so ohnehin ein aufwändiger Rückbau von Nöten wäre.
Die SPD räumt ein, dass mit der C3-Lösung nur die zweitbeste Variante für Finnentrop geplant und gebaut werde, was aber "in einem demokratischen Prozess - durch die Mehrheitsfraktion - im Rat entschieden wurde. Jede Diskussion wie und ob das die richtige Entscheidung war, ist eine Diskussion von Gestern und bringt Finnentrop nicht weiter."
Rat und Verwaltung unschuldig an Zeitverzögerung
Die SPD stellt fest, dass sie Kommunalpolitik in Finnentrop und damit alle im Rat vertretenden Fraktionen sowie die Verwaltung mit der erneuten Zeitverzögerung bei der Planung und Ausführung der Beseitigung des Bahnüberganges nichts zu tun haben. "Wir politisch Verantwortlichen haben im Zusammenhang mit der Sanierung der Tallage, der Beseitigung des Bahnüberganges und der Neugestaltung der Bahnsteige unsere Hausaufgaben gemacht - jedenfalls die, die wir als handelnde Akteure selbst beeinflussen konnten.
Es sind schon ganze Wohnhäuser und Kirchen versetzt worden, da dürfte sicherlich auch das Stellwerk an den Kranhaken zu nehmen sein.
Wir Sozialdemokraten werden uns jedenfalls dafür einsetzen, dass wir das Reiter-stellwerk für Finnentrop erhalten. Am bisherigen oder an einem neuen Standort."
12:52
Herzlichen Glückwunsch, Herb!
Sie verstehen wirklich etwas von Kulturgeschichtlichen Werten und historischen Industriedenkmälern. Wir sollten eigentlich alle historischen Bauwerke einreissen und die Begriffe aus unseren Lexika streichen!
Wenn man aber bedenkt, was aus dem maroden, hässlichen Bahnhof in Altenhundem nach umsichtiger Renovierung geworden ist, sollte der Rat der Gemeinde Finnentrop sich nach dem Abriss des Bahnhofes nicht um noch ein kulturträchtiges Bauwerk bringen lassen. Somit ist die Idee, dieses Bauwerk zu erhalten sicherlich lobenswert. Zudem lassen sich immer gangbare Kompromisslösungen finden, das Gesicht einer Gemeinde zu erhalten-
platt ist platt.
Altenhundem hat mit der Sanierung der Bahnanlage einen Begegnungspunkt gewonnen- Finnentrop nach dem Abriss des Bahnhofs verloren- wie immer mehr Geschäftsschließungen an der Bamenohler Strasse zeigen.
12:11
Der Rat ist doch schuldig, weil er auf die falsche Trassenführung und den falschen Partner Bahn gesetzt hat. Das konnte alles erledigt sein. Jetzt warten alle weiter bis 2012 oder noch länger. Die SPD verzögert mit ihrem Verhalten noch weiter. Gut vor den Wahlen!
10:12
Richtig! Rat und Verwaltung sowie Straßen NRW sind diesmal tatsächlich nicht schuld an der verzögerung. diese hat allein die DB Netz AG zu verantworten...Aber das jetzt durch so eine Aussage die SPD das ganze noch weiter verzögern wird, merkt wohl niemand. Das Teil versetzen kostet Geld ohne Ende, ein Cafee reinbauen noch mehr, also nichts wie weg dem Ding. Das ist doch so rostig, da muss man doch nur einmal vortreten dann fällt das doch schon zusammen. Abreißen und gut is.