SPD Drolshagen schickt Finanzexpertin ins Rennen

Tobias Brömme (links) und Thomas Gosmann mit der SPD-Bürgermeisterkandidatin Angelika König.
Tobias Brömme (links) und Thomas Gosmann mit der SPD-Bürgermeisterkandidatin Angelika König.
Foto: WP

Drolshagen..  Nun sind es drei, oder besser gesagt: zwei Kandidaten und eine Kandidatin, die am 13. September Theo Hilchenbach als Bürgermeister/in beerben wollen. Angelika König, Steuerberaterin und Dozentin für Kommunales Finanzwesen aus Wiedenest, ist die Kandidatin der SPD Drolshagen für das Bürgermeisteramt.

„Eine große Überraschung“ hatte Fraktionschef Tobias Brömme im Vorfeld angekündigt. Die ist ihm gelungen, denn die 61-Jährige hatte wohl keiner auf dem Zettel. In der Partei, die König am Wochenende einstimmig nominierte, ist sie allerdings keine Unbekannte. Schon seit 2008 berät sie die SPD-Fraktion im Rat Drolshagen in Haushaltsfragen. „Als ich gefragt wurde, habe ich ohne zu zögern zugestimmt und bin in den SPD-Ortsverein Drolshagen eingetreten“, so die selbstständige, verheiratete Steuerberaterin, frühere Finanzbeamtin und Mutter von drei erwachsenen Söhnen. Sollte sie gewählt werden, will sie aus ihrer Steuerkanzlei aussteigen und sich ganz auf das Rathaus konzentrieren. Und dort „für frischen Wind sorgen“, ist Fraktionschef Brömme überzeugt. Als absolute Fachfrau für kommunales Finanzwesen und Verwaltung könne man eine echte Alternative bieten. Seit 10 Jahren lehrt König, die in ihrer Freizeit gern walkt, schwimmt, liest und kocht, an den Studieninstituten für kommunale Verwaltung in Hagen und Köln. „Die Haushaltslage der Stadt Drolshagen ist prekär, wir müssen den Haushalt entlasten, aber ohne sozialen Kahlschlag“, sagt sie und steht somit für den allgemeinen Politikansatz der SPD.

Auf die Frage, warum sie Bürgermeisterin werden will, ist sie vorbereitet. „Weil ich es gerne mache und weil ich es kann“, sagt sie selbstbewusst. Und sie „kann“ auch mit dem Bürgern. Bürgersprechstunden und Diskussionsrunden werde es bei ihr nicht geben. Sie will zu den Bürgern gehen und nicht auf sie warten. „In 24 Stunden bekommt bei mir jeder einen Termin. Ich bin da wenn das Problem da ist und nicht wenn Sprechstunde ist“, sagt sie mit Seitenhieb auf den CDU-Kandidaten Ulrich Berghof. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht sie im Ausbau des Schulsystems mit dem Erhalt der Grundschulstandorte sowie bei Bildung und Familie.

Neben Ulrich Berghof (CDU) und Angelika König (SPD) kandidiert bekanntlich Christoph Lütticke als Einzelbewerber. Wenn im ersten Wahlgang keiner der drei mindestens 50 Prozent erreichen sollte, wird es eine Stichwahl geben.