Spaziergang zu Sperling und Schnecken

Olpe..  Dem „Frühling auf der Spur“ war Sandra Schulte mit einer Gruppe wetterfester Familien und Kinder. Bei windig-kühlem Wetter, aber dennoch mit bester Laune, waren die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am „biologischen Morgenspaziergang“ unterwegs.

Vom Hof Siele aus machte sich die Gruppe der Frühaufsteher unter der Leitung der Biologin Sandra Schulte auf, den Frühling zu suchen. Begleitet von tschilpenden Haussperlingen wurden Buschwindröschen bestaunt, die Knoblauchsrauke am Geruch erkannt und der Zaunkönig beim Singen beobachtet.

Ähnlich, aber doch unterschiedlich

Wie wichtig es ist, beim Wildpflanzensammeln nur die Pflanzen abzupflücken, die man ganz sicher erkennen kann, erfuhren die interessierten Gruppenmitglieder am Beispiel von Roter Fingerhut und Beinwell. Beide Pflanzen lassen sich im Frühling bei fehlenden Blüten nur schwer unterscheiden. Das Tückische: Sie sehen zwar sehr ähnlich aus, sind aber in ihrer Wirkung sehr verschieden. Während Beinwell eine alte Arzneipflanze ist, ist Fingerhut sehr giftig.

Wanderung machte hungrig

Nach dem Fund einer Weinbergschnecke entdeckten die Teilnehmer noch Dutzende weitere der Schnecken, welche übrigens ihr Haus aus Kalk aufbauen, den sie aus dem Boden aufnehmen. Die vielen erstaunlichen und interessanten Details zu vielen Pflanzen und Tieren machten Hunger auf mehr -- und auf ein kräftiges gemeinsames Frühstück. Das war auf Hof Siele liebevoll unter anderem mit Produkten des Bauernmarktes hergerichtet worden.