Sparkasse Finnentrop: 2011 mehr als vorzeigbares Jahr
09.02.2012 | 18:21 Uhr 2012-02-09T18:21:00+0100
Finnentrop. Die Sparkasse Finnentrop ist mit dem Jahresergebnis 2011 sehr zufrieden.
„Das Jahr 2011 war für die Sparkasse Finnentrop ein mehr als vorzeigbares Jahr“, zog deren Vorstandsvorsitzender Frank Nennstiel gestern bei der Bilanzpressekonferenz des „einzigen noch selbstständigen Finnentroper Geldinstituts“ in Schönholthausen eine positive Bilanz.
Da auch die Aussichten auf 2012 durchweg positiv ausfielen, sah man keinerlei Anlass dafür, etwas an der eigenen Selbstständigkeit zu ändern. „Wir erfüllen alle Auflagen von Basel III bezüglich des Eigenkapitals jetzt schon und werden dieses weiter aufstocken, um als Kreditgeber für die heimische Wirtschaft weiter zu wachsen. Dem Trend zu weiterer Regulierung werden wir durch weitere Kooperationen begegnen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Frank Nennstiel selbstbewusst.
Wenn dann der Gemeinderat zustimmt, wird die Sparkasse Finnentrop ihre m Eigenkapital weitere 200 000 Euro hinzufügen, das ist der Gewinn, der in 2011 erwirtschaftet wurde. Die Bilanzsumme stieg um vier Prozent auf 277,7 Mio. Euro und das Geschäftsvolumen stieg zum Stichtag von 271 Mio. m Vorjahr auf 283 Mio. Euro.
Man wolle, so Nennstiel, „kein Wachstum um jeden Preis“, sondern erfülle an der realwirtschaft orientiert seine Aufgabe, den heimischen Mittelstand mit Finanzmitteln auszustatten. Der nahm dieses Angebot an und lieh sich mit 39,2 Mio. Euro 10 Mio. Euro mehr bei der Sparkasse Finnentrop, als im Jahr 2010. Auch im Leasinggeschäft legte man deutlich zu und erzielte ein Ergebnis von 6 Mio. Euro.
Weiterhin auf hohem Niveau lag die private Baufinanzierung, hier stieg die Summe der Darlehenszusagen um 500 000 Euro.
Die Summe der Einlagen stieg um 2,3 Prozent auf jetzt 176,3 Mio. Euro, wobei die Kunden aufgrund des weiterhin niedrigen Zinsniveaus zu kurzfristigen Anlagen tendieren, wodurch sie nach Einschätzung von Dirk Atteln „Geld verschenken“. Er rate angesichts eines absehbar weiterhin niedrigen Zinsniveaus zu mittelfristigen Anlagen, „wenn man das Geld zwei oder drei Jahre nicht braucht“.
Unter dem Trend zu sicheren Geldanlagen leidet das Wertpapiergeschäft, während das Bausparen boomt. Sehr gut läuft auch das Versicherungsgeschäft. Hier zahle sich, wie in allen Geschäftsbereichen, die hohe Beratungskompetenz der unverändert 73 Sparkassenmitarbeiter aus. In deren Fort- und Weiterbildung investierte man 110 000 Euro. Auch die Ausbildung bleibt ein Schwerpunkt.
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