Situation hat sich entspannt

Olpe..  Acht Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge betreibt das Deutsche Rote Kreuz in Nordrhein-Westfalen. Darauf verwies Christoph Brodesser, Abteilungsleiter humanitäre Flüchtlingshilfe beim DRK-Landesverband, in der Sitzung des Integrationsausschusses in Olpe (wir berichteten). Thema war die Umwandlung des Ferienheims Regenbogenland in eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE). Aufgrund seiner Erfahrung plädierte Brodesser für eine „Einbindung der Flüchtlinge ins örtliche Leben“, etwa in Form eines Runden Tisches mit Vereinen und Verbänden.

Viele Kinder

Willkommen heißen könne man nur Menschen, die auch hier bleiben, meinte Lothar Epe, CDU-Ratsmitglied. Bei einer ZUE allerdings tue er sich mit dem Begriff Willkommenskultur sehr schwer.

Ausschussmitglied Recep Fatih Özge wies darauf hin, dass sich das Stadtbild verändern werde, ganz gleich, ob die Entscheidung für eine zentrale oder dezentrale Unterbringung ausfalle.

Die Situation in der Flüchtlingsunterkunft Burbach schilderte der Leiter der Einrichtung Hubert Multhaup. Seitdem das DRK die Einrichtung übernommen habe, habe sich die Situation sehr entspannt. Es seien jetzt in der Regel nur 400 Leute da, darunter überproportional viele Kinder. In Bezug auf die Einbindung in der Kommune meinte Multhaup, er habe nicht mit einem so großen Hilfsangebot gerechnet: „Der Spendenfluss nimmt kein Ende.“

Nur Bushaltestelle?

Sicher würden sich auch in Olpe viele Leute finden, die sich engagieren, war Lothar Epe sicher. Dennoch sei ihm eine auf Dauer angelegte Alternative zur ZUE lieber. Auf den Punkt brachte es Recep Fatih Özge: „Für uns ist doch die Frage, ob wir so etwas wie eine Bushaltestelle auf dem Weg sein wollen oder auf eine dezentrale Unterbringung setzen.“