Signale unseres Planeten

Bernd Schablowski (l) und Christian Pospischil (r) begrüßten den „Stargast“ des Abends: Sven Plöger.
Bernd Schablowski (l) und Christian Pospischil (r) begrüßten den „Stargast“ des Abends: Sven Plöger.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Mit gewohntem rheinischen Humor eröffnete Diplom-Meteorologe und TV Moderator Sven Plöger am Freitagabend seinen Vortrag „Gute Aussichten für morgen“ in der Mensa der Hanseschule.

Attendorn..  „Ich habe ein gutes Zeitgefühl für zwei Minuten und 19 Sekunden. Das ist die Sendezeit fürs Wetter im Ersten. Hier darf ich länger reden und wenn ich dann im Mittelteil nicht von selbst aufhöre, stehen sie ruhig auf, gehen raus oder unterhalten sich auffällig mit dem Nachbarn. Dann weiß ich, es ist Zeit zum Ende zu kommen“.

Rheinscher Humor

Mit gewohntem rheinischen Humor eröffnete Diplom-Meteorologe und TV-Moderator Sven Plöger am Freitagabend seinen Vortrag „Gute Aussichten für morgen“ als Auftaktveranstaltung zur vierten Energiemesse am Wochenende in der Stadthalle Attendorn. Zunächst begrüßten Bürgermeister Christian Pospischil und Bernd Schablowski von der Sparkasse ALK die rund 150 Zuhörer und natürlich den Gast des Abends. Schon 2009 war der beliebte „Wetterfrosch“ bei WDR 2 für eine Stadt zu Gast in der Hansestadt. „Ich hätte gewettet, dass ist gerade einmal zwei bis drei Jahre her. Wie die Zeit vergeht.“

Launiger Vortrag

Die verging auch wie im Flug bei seinem launigen Vortrag zu einem eigentlich sehr ernsten Thema. „Unbestritten ist, der Klimawandel ist nicht mehr abzuwenden. Statt aber über das Ausmaß zu lamentieren, müssen wir zu einem konstruktiven Umgang mit den einsetzenden Veränderungen finden, die sich auf sämtliche Lebensbereiche auswirken“, so Sven Plöger. Die Ressourcenknappheit zeige, dass es eine Energiewende geben muss, so der Wetterexperte weiter, „Der Klimawandel macht deutlich, dass es jetzt eine Energiewende geben muss, denn den Klimawandel sollte man nicht als Katastrophe sehen, sondern als Frühwarnsystem unseres Planeten.“ Daraus ergebe sich verstärkt den Zwang, effizientere Technologien zu entwickeln und Alternativen zu fossilen Energieträgern wie erneuerbare Energien zu fördern. „Wenn sie eine Zeitschiene von mehreren Jahrhunderten nehmen, dann sehen sie, unser derzeitiges Erdölzeitalter ist nur ein kleiner Abschnitt, der schon bald vorüber ist.“

Immer wärmer

Der Meteorologe prognostizierte, dass es in der Region zwar immer wärmer werde, „aber von kalten und eisigen Wintern werden wir nicht verschont bleiben, wenn es wohl auch weniger werden.“ Im Sommer würden auch mal Temperaturen um die 30 Grad erreicht, so Sven Plöger. Das Wetter werde einfach extremer, was sich auch in größeren Unwettern zeige, die lokal auftreten können. Wer sich anschließend über neue Technologien für die ganz private Energiewende informieren wollte, der war am Wochenende in der Stadthalle bestens aufgehoben.