Sensationeller Aufschwung bei der Realschule

Lennestadt/Finnentrop..  Banges Abwarten 2014 in Lennestadt und Kirchhundem vor der Gründung der Sekundarschule. Würde die Schülerzahl von 125 erreicht? Ein noch größeres Fragezeichen für eine Zweizügigkeit mit 50 SchülerInnen in der Lessing-Realschule in Grevenbrück. Doch auch diese Hürde wurde - knapp - genommen. Keine Probleme für eine Vierzügigkeit (100-120 Schüler) hingegen in der 2012 gegründeten Gesamtschule in Finnentrop.

Heute, nur ein Jahr später, haben sich die Vorzeichen drastisch umgekehrt. Lennestadt verzeichnet bisher 135 Anmeldungen für die Sekundarschule. Bürgermeister Hundt: „Tendenz steigend.“ Man hoffe auf eine erneute Sechszügigkeit mit vier Klassen in Meggen und zwei in Kirchhundem. Regelrecht sensationell ist die Entwicklung der Realschule in Grevenbrück: 76 Anmeldungen würden sogar für eine Dreizügigkeit reichen. Genehmigt hat der Regierungspräsident im Vorjahr zwei Eingangsklassen.

Verhandlungen mit RP

In Gesprächen mit der Bezirksregierung will die Stadt Lennestadt über eine dritte Eingangsklasse verhandeln, die sich nicht negativ auf die eigene Sekundarschule auswirken würde. Mit 88 Anmeldungen am Städtischen Gymnasium und 90 an Maria Königin herrscht ein numerisches Gleichgewicht. Der jahrelange Streit zwischen Kirchhundem und Lennestadt hatte im Vorjahr zur großen Verunsicherung unter den Eltern geführt, etliche Kinder waren daraufhin an den Schulen in Eslohe und Finnentrop angemeldet worden. In diesem Jahr gibt’s hingegen keine Abwanderung. Allerdings wollen 14 SchülerInnen aus Finnentrop Lennestädter Schulen besuchen.

Mit drastischen Folgen für die Finnentroper Gesamtschule. Schulleiterin Monika Storm gestern auf Anfrage: „Bisher wurden insgesamt 60 Kinder angemeldet.“

Drastische Folgen

Bei einer Klassenfrequenz von höchstens 30 Schülern würde das nicht der nach 5-Jahres-Konzept geforderte Vierzügigkeit, sondern lediglich einer Zweizügigkeit entsprechen. Doch es bestehe noch die Hoffnung auf weitere Anmeldungen in dieser Woche, so Storm. Es wartet also mal wieder viel Arbeit auf die Kommunen. Die Lennestädter sind bestrebt, eine Dreizügigkeit für die Realschule in Grevenbrück genehmigt zu bekommen, die Finnentroper werden - unter anderen Vorzeichen - ebenfalls um eine Dreizügigkeit - als Ausnahme von der geforderten Vierzügigkeit einer Gesamtschule - kämpfen. Bürgermeister Heß: „In Lennestadt gab es im Vorjahr leider keine Abstimmung mit uns."