Seit 13 Jahren mit Herzblut bei der Sache

Von links: Alfons Heimes, Cilly Becker, Jochen Dolle, Mechthild Hennecke, Bernd Kramer.
Von links: Alfons Heimes, Cilly Becker, Jochen Dolle, Mechthild Hennecke, Bernd Kramer.
Foto: WP

Altenhundem..  Sie ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte, die Aktion Warenkorb Altenhundem. Und wenn es den Pro Ehrenamt-Preis der Volksbank Bigge-Lenne und der Westfalenpost nicht gäbe, dann müsste er für das „Warenkorb-Team“ erfunden werden. Volksbank-Regionaldirektor Bernd Kramer zeichnete jetzt das Team mit dem Pro Ehrenamts-Preis 2014 im Bereich Lennestadt/Kirchhundem aus.

An jedem dritten Mittwoch im Monat strömen bis zu 200 Personen in das Altenhundemer Pfarrzentrum, um sich dort kostenlos mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung zu versorgen. Hinter jedem dieser Menschen in sozialer Notlage stehen 2 bis 3 Familienmitglieder, also insgesamt 600 bis 800 Personen, die von der Aktion Warenkorb profitieren. Die Organisation und Durchführung der Aktion beschäftigt mittlerweile 40 ehrenamtliche Helfer im Warenkorb-Team.

Enormer Aufwand

Die Lebensmittel müssen organisiert, herbeigeschafft und sortiert, fehlende Lebensmittel zugekauft werden und so weiter. Alfons Heimes: „Jeder weiß bei uns, was er zu tun hat“. Der gesamte Aufwand bis zur geregelten Ausgabe an die „Gäste“ des Warenkorbs ist enorm. „Wir wissen, was Sie als Gruppe täglich leisten. Sie helfen Menschen, die nicht in der Lage sind, vor Weihnachten das einzukaufen, was sie einmal gern genießen möchten, dafür möchten wir Ihnen heute danken“, so Bernd Kramer.

Die Vertreter des Warenkorb-Teams, Cilly Becker, Mechthild Hennecke, Alfons Heimes und Jochen Dolle, freuten sich über die Auszeichnung. „Eine schöne Überraschung“, so Cilly Becker, die neben Mechthild Hennecke im Oktober 2001 zu den Mitbegründerinnen der Aktion gehörte. Zur ersten Ausgabe kamen damals 17 Personen. Die gute Tat sprach sich schnell rum, es kamen immer mehr.. Waren es zunächst nur Deutsche, werden heute mehr und mehr Asylbewerber und Flüchtlinge versorgt.

In den ersten beiden Jahren mussten die Gäste keinen Nachweis über ihren sozialen Status vorzeigen. Einige nutzten das aus. Seitdem ist ein schriftlicher Nachweis erforderlich, was manchmal nicht unproblematisch ist. Cilly Becker: „Wenn jemand mehrmals ohne Nachweis kommt, geben wir nichts raus. Man darf bei der Warenausgabe nicht vor Mitleid zerfließen.“

Die meisten sind dankbar

Aber die allermeisten sind sehr glücklich und dankbar über die Sachspenden, die von Geschäften im Ostkreis sowie privaten Spendern zur Verfügung gestellt werden. Das ist was zählt. Mechthild Hennecke: „Man muss mit Herzblut dabei sein“. Fehlende Lebensmittel werden mit dem Geld aus den finanziellen Spenden zugekauft. „Jeden Monat für 1.500 Euro“, so Cheforganisator Jochen Dolle. Beim letzten Warenkorbtermin am 17. Dezember gab es für jeden „Gast“ wie jedes Jahr vor Weihnachten zudem eine gefüllte Weihnachtstüte, für die Kinder zudem etwa 200 Päckchen mit Spielzeug, u.a. gespendet von den Kindergärten in Bilstein und Altenhundem sowie vom Städtischen Gymnasium.