Seemannskapelle auf musikalischer Zeitreise

In bester Spiellaune zeigte sich der Musikverein Hillmicke, der seinem musikalischen Leiter zum 20-jährigen Dirigentenjubiläum gratulierte beim Wunschkonzert in der Wendener Aula.
In bester Spiellaune zeigte sich der Musikverein Hillmicke, der seinem musikalischen Leiter zum 20-jährigen Dirigentenjubiläum gratulierte beim Wunschkonzert in der Wendener Aula.
Foto: WP

Hilllmicke/Wenden..  In der Aula des Konrad-Adenauer-Schulzentrums überzeugte der Musikverein „Seemannskapelle“ Hillmicke unter Leitung von Peter Stracke mit klanglicher Ausgewogenheit und enormer Transparenz. Das bewiesen die über 50 Musiker gleich beim ersten Stück „Lord Tullamore“.

Komponist Carl Wittrock setzte in seinem Werk seine Vorstellungen irischer Volksmusik um. Das Ergebnis: eine dreiteilige Komposition, mit der das Orchester mitreißende, inspirierende Akzente setzte. Nach der kraftvollen Eröffnung war auch der Dirigent voll in seinem Element. Peter Stracke tänzelte förmlich im Takt der Musik. Nach dem fulminanten Ende, bei dem die Musiker mit einer glanzvollen Rhythmussteigerung überzeugten, applaudierten nicht nur die Gäste im fast ausverkauften Saal, sondern auch der Dirigent.

Besondere Grüße

Das Wunschkonzert war in gewisser Weise eine Zeitreise durch die Geschichte des Musikvereins. Im Jahr 2000 erstmals zum 50-jährigen Bestehen aufgeführt, durfte „Arsenal“ natürlich nicht fehlen. Mit dem würdevollen Konzertmarsch servierten die Musiker ihren Gästen, wie vom Komponisten Jan van der Roost geplant, wunderschöne Themen und eine ausgedehnte Melodie.

Ein besonderer Gruß des Moderatorenduos Karina Schneider und Michael Sauer galt Bürgermeister Peter Brüser, den Vertretern der Geldinstitute, den Abordnungen der Schützenvereine Dünschede, Hünsborn, Wenden und Würdinghausen sowie des Heimat- und Reitervereins Bühren. 65 Jahre „Seemannskapelle“ heiße auch 65 Jahre Rudi Bensch, der aus dem Publikum winkte, und 65 Jahre Rudi Stracke, der mitwirkte.

Renner im Konzertsaal

Die scherzhafte Vermutung von Michael Sauer, dass sich bei den Highlights aus dem Musical „Chess“ auch die Musiker gegenseitig Schachmatt setzen könnten, wurde glücklicherweise widerlegt. So konnte ein in bester Spiellaune befindlicher Musikverein sein Programm mit dem beliebten Marsch „Die Sonne geht auf“ von Rudi Fischer fortsetzen. Am Beliebtheitsgrad der „Ouvertüre 1812“ von Peter I. Tchaikovsky besteht kein Zweifel. Das Stück, das der Komponist als Auftragsarbeit fertigte, ist ein Renner in den Konzertsäalen und wurde sogar schon von einem Schulorchester in der Kultserie „Simpsons“ dargeboten. Beginnend mit einer kirchlichen Hymne im tiefen Holzregister garnierte das Orchester die Kompositon am Ende des Werkes mit Kanonenschüssen.

Auch im zweiten Teil begeisterte ein Mix aus bekannten und weniger bekannten Stücken die Gäste. Die Musiker nutzten die Gelegenheit, Peter Stracke für seine 20-jährige musikalische Leitung mit einem Präsent zu danken. Zum Finale eines gelungenen Abends erklang die Hymne aller Musiker: „Music was my first love“ von John Miles.