Seelsorgliche Begleiter für Senioren

Dechant Andreas Neuser (von links) mit den neuen seelsorglichen Begleitern Elisabeth Lüttecke und Thomas Ludwig.
Dechant Andreas Neuser (von links) mit den neuen seelsorglichen Begleitern Elisabeth Lüttecke und Thomas Ludwig.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ausgebildete Laien betreuen die Bewohner Attendorner Senioreneinrichtungen seelsorgerisch. Enge Abstimmung mit den Priestern.

Attendorn..  In der Hansestadt gibt es im Seniorenhaus St. Liborius, Haus Mutter Anna sowie im Franziskaner-Hof eine Neuerung: Elisabeth Lüttecke und Thomas Ludwig wurden durch Erzbischof Hans-Josef Becker zur „Seelsorglichen Begleitung“ beauftragt. In einem festlichen Gottesdienst überreichte Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn, die Beauftragung in der Kapelle des Hauses Maria Immaculata in Paderborn.

Das bundesweit einmalige Projekt des Erzbistums Paderborn kommt den in katholischer Trägerschaft stehenden Einrichtungen in Attendorn voll zugute. Elisabeth Lüttecke ist jetzt für die 150 Bewohner des Caritas-Zentrums und Thomas Ludwig für die 49 Bewohner des Franziskaner-Hofs zuständig. Die Beauftragten möchten den Bewohnern in Lebens- und Glaubensfragen mit gutem Rat und Antworten zur Seite stehen. Dadurch, dass die Zahl der Priester sinkt, sind immer mehr engagierte Laien gefragt.

Schnittstelle zu den Priestern

Und so ist Dechant Andreas Neuser sehr zufrieden, dass es nunmehr diese neue Stelle gibt. Er möchte die seelsorgliche Begleitung als Schnittstelle zu den Priestern im Pastoralverbund sehen. Denn der seelsorgliche Dienst erfolgt in Abstimmung mit dem Priester und der Einrichtungsleitung. Er unterliegt grundsätzlich der Schweigepflicht.

Elisabeth Lüttecke aus Attendorn macht im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich: dass „Gerade für ältere Menschen ist der Glaube wichtig “. Zum Aufgabengebiet von Thomas Ludwig zählen auch die zehn Menschen, die im Wachkomabereich des Franziskaner-Hofs untergebracht sind. Hier wird er die nonverbale Kommunikation pflegen. Aber auch junge, pflegebedürftige Menschen werden durch den Diplom Religionspädagogen, der aus Altenhundem kommt, betreut. Die seelsorgliche Begleitung von Menschen ist eine ureigene Aufgabe der Kirche. Gerade für Menschen, die in ihrem Leben in einer schwierigen Lebenssituation stünden und ihr persönliches Kreuz zu tragen haben, sei es wichtig, von der Hoffnung der Botschaft Jesu zu hören.

Nur in christlichen Einrichtungen

Aber nicht nur Trauer und Angst, sondern auch Freude und Hoffnung möchten die neuen seelsorglichen Begleiter mit den Bewohnern der Einrichtungen teilen. Im Gespräch stellte Dechant Neuser heraus, dass „es dieses Angebot in nicht christlichen Einrichtungen auch nicht gibt“.