Schwere Bombenangriffe

194528. März: An diesem Mittwoch in der Karwoche gibt es schwere Bombenangriffe auf Olpe und Attendorn. Fünfzentner- und Brandbomben zerstören in Olpe die Altstadt und benachbarte Ortsteile. 250 Menschen sterben, viele Schwerverletzte sind zu beklagen, über 200 Wohnhäuser sind zerstört. In Attendorn sterben 138 Menschen, 140 Gebäude sind zerstört. Hatte der Landrat eine Vorahnung? Auf seine telefonische Anordnung um 7.10 Uhr morgens musste eine Schule geschlossen werden. Werner Stannat hielt in der Festschrift des Rivius-Gymnasiums fest: „Dr. Overmann schickte sogleich Lehrkräfte zum Bahnhof, welche die ankommenden auswärtigen Schüler zu sofortiger Heimkehr mit den nächsten Zügen veranlassten. Wahrscheinlich wurde durch diese schnelle Reaktion manchem auswärtigen Schüler das Leben gerettet”. Die Schule wird nicht getroffen.

1945 29. März: Nach dem schweren Bombenangriff auf Attendorn dient das Collegium Bernardinum als Hilfskrankenhaus, das städtische Krankenhaus reichte für die zahlreichen Verwundeten nicht mehr aus.


1961 29. März: Nach der festlichen Einweihung des Museums der Stadt Lennestadt im ehemaligen Alten Amtshaus zu Grevenbrück, dankt Bürgermeister Nies Engelbert Stens und Stadtarchivar Kalitzki für ihre vorbildliche Vorarbeiten.

1912 30. März: Franz Josef Börger (1864-1953), im kleinsten Dorf Bausenrode im Frettertal ist sein Elternhaus, rief als begeisterter Wanderer in Deutschland den erster Pfadfinderstamm ins Leben. Noch als 80jähriger ging er mit Pfadfindergruppen von einem Zeltlager zum anderen. Börger schreibt: „Auf meinen frohen Wanderwegen lernte ich Karl May kennen, mit dem ich einen umfangreichen Briefwechsel führte. Nach seinem Tode am 30. März 1912 gab ich alle Briefe an das Karl-May-Museum in Dresden-Radebeul”. Sie sind noch heute dort zu sehen.

2002 31. März: Im Keller des Wendener Pfarrhauses entdeckt man die echte Madonna von der Dörnschlade, somit stellte sich heraus, die gestohlene war nur eine Kopie.

1874 1. April: Die Teilstrecke von Finnentrop nach Attendorn wird für den Eisenbahnverkehr freigegeben - ihre Verlängerung bis Olpe ein Jahr später.

1975 1. April: Zwei Ehrenbürger der Stadt Olpe starben an diesem Tag, Kardinal Jäger und der ehemalige Bürgermeister Ignatz Müller.

1947 2. April: Der Kirchhundemer Heimatforscher Johannes Neuhaus-Döbbener berichtet von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit: „Pro Woche erhalten wir 50 Gramm Fett, 100 Gramm Fleisch, 1500 Gramm Brot, Grütze, Graupen. Die Hungersnot ist ein Dauerzustand geworden. Seit Mitte Dezember 1946 bis heute war es fast ununterbrochen 10 bis 20 Grad kalt, Kohlen gibt es nicht, in diesem Winter werden von den Engländern 2 Meter Brennholz pro Familie als Hausbrand ausgegeben”.

1988 3. April: Maria Autsch aus Röllecken tritt den Orden der Trinitarier in Österreich bei. Sie wurde am 12. August 1940 verhaftet, da sie öffentlich das Hitler-Regime verurteilte und starb am 23. Dezember 1944 im KZ Auschwitz.