Schwäne halten Anwohner in Atem
12.06.2008 | 15:51 Uhr 2008-06-12T15:51:00+0200Die Schwanenfamilie sorgt weiter für Aufregung. Derweil ist ein neuer Schwan aufgetaucht.
Finnentrop. (bsg)Wer in diesen Tagen an der Lennestraße entlang geht, der könnte glauben, dass Papa Schwan wieder seine Runden auf dem Fluss dreht. Doch wo sind die fünf Küken geblieben? Etwa auch von Hunden getötet wie das Muttertier?
Nein, der Schwan, der inmitten von Enten und Gänsen auf der Lenne schwimmt, ist nicht der Vater mit seinem Nachwuchs, sondern ein anderer Schwan, der sich erst kürzlich auf diesem Abschnitt des Stromes eingefunden hat. Iris Borisic, die sich seit Jahren um die Schwäne kümmert, weiß: „Es handelt sich um ein recht junges Männchen.” Das neue Tier könnte allerdings zur Konkurrenz für den Witwer mit seinen fünf Küken werden. Derzeit schwimmt die Familie immer noch auf dem Oberbecken herum. „Letztens waren die Vögel wieder in aktuter Gefahr“, berichtet Iris Borisic. Nachdem es geregnet hatte, stieg das Wasser hinter dem Wehr so stark an, dass der Ausgang unterhalb der Staumauer keinen Platz mehr für die Schwanenkinder ließ. Der Weg zum Ufer war abgeschnitten, so dass der Altschwan wieder einmal versuchte, durch das Gitter auf der anderen Seite auf die Lenne zu entkommen. Vergeblich. Nun drohten die Schwanenkinder zu ertrinken. „Die Kleinen können zwar eine Weile schwimmen“, weiß Iris Borisic. „Doch dann müssen sie an Land, um sich auszuruhen.“ Daher verständigte die besorgte Anwohnerin die Leitstelle der Feuerwehr in Olpe, welche wiederum die Lister- und Lennekraftwerke (LLK) informierten. Das Unternehmen, das ein Kraftwerk am Obergraben betreibt, ließ erneut den Wasserspiegel absenken, damit die Küken das rettende Ufer im Oberbecken erreichen konnten. „Auf Dauer kann das keine Lösung sein”, findet Iris Borisic. „Wir haben bei jedem Regentropfen Angst um die Schwanenfamilie. Daher bitten wir die LLK inständig, endlich zwei Gitterstäbe zu entfernen, damit die Familie auf die Lenne und ihren angestammten Ruheplatz zurück kehren kann.“ Von den beiden Hunden, die das Muttertier und ein Küken totgebissen haben und dem Halter, der die Hunde nicht angeleint hatte, fehlt noch jede Spur. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei entgegen.
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