Schulteich zum Biotop gemacht

Drolshagen..  Wie vielfältig Initiativen zum Klimaschutz sein können, stellte die Verleihung des RWE Klimaschutzpreises 2014 im Musiksaal Alten Klosters in Drolshagen unter Beweis.

Dort wurde der vom Energieversorger RWE mit 1 000 Euro ausstaffierte Preis von Stefan Engelberth von RWE an insgesamt fünf Preisträger vergeben, die neben Bargeld auch eine gerahmte Urkunde erhielten. Auf Anregung von Bürgermeister Theo Hilchenbach stellten die Preisträger ihre ausgezeichneten Projekte mit eigenen Worten vor.

Einen der beiden mit je 350 Euro dotierten Spitzenplätze belegte die Herrnscheid-Schule für ihr Projekt Schulteichsanierung. Lehrer Stefan Huppertz, der mit drei Schülern der Klasse 10.2 zur Preisverleihung gekommen war, zeigte auf, wie man den alten, undichten Schulteich mit der Hilfe von Sponsoren in eine neue, dreiteilige Teichlandschaft mit einem Fassungsvermögen von rund 50 m³ Wasser umgewandelt hat. Dabei wurden rund 160 m² Teichfolie verlegt. Weiterhin geplant sind eine Lehmgrube, um Schwalben den Nestbau zu erleichtern, und eine Zone mit Trockenpflanzen.

Rosequelle freigelegt

Ebenfalls mit 350 Euro dotiert wurde die Dorfgemeinschaft Wegeringhausen für ihr Projekt Freilegung und Gestaltung der Rosequelle, von dessen mehrjährigen Verlauf Manfred Pfeifer und Hubert Clemens berichteten. Nach anfänglich untauglichen Versuchen, die verrohrte Rosequelle mitten im Ort mit Hacke und Schüppe freizulegen und neu zu fassen gelang das später mit dem Einsatz von schwerem Gerät. Außerdem wurde etwas oberhalb der „neuen“ Quelle ein Podest mit einer gespendeten Sitzgarnitur angelegt.

Drei weitere Preisträger

Je 100 Euro gab es für drei weitere Projekte Tobias Burghaus wurde für sein Langzeitprojekt Sanierung und Umbau eines Einfamilienhauses zum Hocheffizienzhaus ausgezeichnet, mit dem er 2009 begonnen hat und das immer noch nicht ganz abgeschlossen ist. Von der Wärmedämmung des Altbaus über den Einbau modernster LED-Lichttechnik bis hin zur „Veredelung“ des Gartens reicht die Palette der durchgeführten Maßnahmen.

Sven und Ann-Kathrin Walkhoff beließen es beim Bau ihres Hauses nicht beim Einbau einer Erdwärmepumpe als Heizung, sondern sie optimierten das System weiter und erzeugen mit einer Photovoltaikanlage rund 9 000 kw/h Stunden Arbeitsstrom jährlich.

Eine Fülle von Energie sparenden und erzeugenden Maßnahmen hat die Firma GSD Verpackungen in den vergangenen Jahren umgesetzt. Angefangen mit dem Bau eines Blockheizkraftwerks über die Umstellung der Heizung von Öl und die Fassadendämmung bis hin zum Bau einer Photovoltaikanlage reicht die Palette der Maßnahmen, die Peter Schürholz vorstellte und für die er und sein Vater Heinz-Albert den Klimaschutzpreis von Stefan Engelberth von RWE in Siegen entgegennehmen konnten.