Schöner kann´s eigentlich nicht sein

Das Duo Philipp Bohnen und Gerhard Vilehaber verzauberte seine Zuhörer in Attendorn.
Das Duo Philipp Bohnen und Gerhard Vilehaber verzauberte seine Zuhörer in Attendorn.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Man darf wohl von einem echten Glücksfall in der Konzertauswahl des Kulturrings der Stadt Attendorn sprechen. Das „Duo Violine – Klavier“ bot eine musikalische Darbietung von höchster Qualität.

Attendorn..  Man darf wohl von einem echten Glücksfall in der Konzertauswahl des Kulturrings der Stadt Attendorn sprechen. Die dafür Verantwortliche, Barbara Wilkmann, hatte das „Duo Violine – Klavier“ eingeladen und bekam mit über 150 Konzertbesuchern eine musikalische Darbietung von höchster Qualität geboten.

Inszeniert wurde das Ereignis von zwei jungen Meistern ihres Instruments: Philipp Bohnen, Violine, Mitglied der weltberühmten Berliner Philharmoniker, und Gerhard Vielhaber, Klavier, Professor für Klavier am Vorarlberger Landeskonservatorium in Feldkirch/ Österreich und geborener Attendorner.

Schwindelerregende Tempi

Schon im ersten Teil des Konzerts mit Mozarts Sonate A-Dur KV 305 und Beethovens Sonate Nr. 7 op. 30 Nr. 2 setzten die beiden Künstler starke Akzente in ihrer Interpretation: so im Wechsel der Klangfarben ,im Kontrast von subtilem Pianissimo und furiosem Fortissimo, nicht zuletzt auch in der Gestaltung von Pausen innerhalb eines Satzes.

Mit schwindelerregenden Tempi der Vivace- Passagen, auf den Punkt genau in absoluter Übereinstimmung zwischen beiden Instrumenten vorgetragen, zeigte das Duo seine überlegene Musikalität und Virtuosität, aber auch ebenso deutlich seine Freude am gemeinsamen Konzertieren.

Im zweiten Teil des Konzerts forderten Claude Debussys „ Sonate für Violine und Klavier“ sowie Edvard Griegs „ Sonate für Violine und Klavier Nr.3 op. 45“ eine weitere Steigerung im „Spielgeschehen“.

Wunderbare Klangentfaltung

Mit höchster Aufmerksamkeit verfolgte das Publikum hier die filigrane, wunderbare Klangentfaltung im Werk Debussys mit seinen typischen impressionistischen Melodiebögen. Vom Schwierigkeitsgrad her schon auf der Höchststufe angesiedelt, bot Griegs Sonate für das Duo noch einmal die Möglichkeit, seine spieltechnische Kongenialität und Musikalität vor einem restlos faszinierten Publikum auszubreiten: In den schnellen Sätzen ein wahres Feuerwerk virtuosen Spiels, in den langsamen eine ausdrucksstarke, genial gestaltete „Übersetzung“ der Notation in Klang.

Begeisterter Applaus belohnte die Ausnahmekünstler. Schöner kann´s eigentlich nicht sein!