Sauer auf die DHL

Heinz-Günter Kampschulte ist sauer auf die Post-Tochter DHL. Einer von drei Reisekoffern ist verschwunden.
Heinz-Günter Kampschulte ist sauer auf die Post-Tochter DHL. Einer von drei Reisekoffern ist verschwunden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Als Heinz-Günter Kampschulte aus Attendorn den Bericht von der verschollenen, angeblich wertlosen Spiegelreflexkamera und den Aufruf las, sich bei ähnlichen Erlebnissen mit der Post oder ihrer Tochter DHL zu melden, griff er gleich zum Telefon.

Attendorn..  Als Heinz-Günter Kampschulte aus Attendorn den Bericht von der verschollenen, angeblich wertlosen Spiegelreflexkamera und den Aufruf las, sich bei ähnlichen Erlebnissen mit der Post oder ihrer Tochter DHL zu melden, griff er gleich zum Telefon.

Mal wieder länger unterwegs

Er wartet auf einen Reisekoffer, den er, zusammen mit zwei weiteren Koffern, am 30. Dezember in Garmisch-Partenkirchen aufgegeben hat, der aber sein Ziel Attendorn immer noch nicht erreicht hat. Das ist bereits das dritte Mal, dass ein Koffer bei DHL länger unterwegs ist. Aus Schaden klug geworden, schickt Kampschulte, wenn er mit seiner Frau Beate und Bruder Manfred in Urlaub fährt und der Golf zu eng wird, das Gepäck schon immer mehrere Tage früher los, damit es am Tag ihrer Ankunft auch am Zielort ist.

So auch jetzt. Der gemeinsame Urlaub über Weihnachten und den Jahreswechsel in Garmisch-Partenkirchen endete am 2. Januar. Heinz-Günter Kampschulte gab die drei Koffer bereits am 30. Januar auf, damit sie spätestens am 3. Januar in Attendorn ankämen. Doch nichts geschah.

Sendung ist in Bearbeitung

Mittels Sendungs-Verfolgung im Internet stellte er am Morgen des 3. Januars fest, dass die Koffer im Paketzentrum Augsburg bearbeitet würden. „Mit Augsburg hatte ich schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht“, so Kampschulte, der sich am Montag, 5. Januar, an den DHL Kundenservice wandte. Auch dort wurde ihm, „nach mehrminütigem Warten und Verbinden“ mitgeteilt, dass sich die Koffer in Augsburg in der Bearbeitung befänden.

Immerhin: Am Dienstag kamen zwei Koffer in Attendorn an. Der dritte, gepackt mit Kleidung, Büchern und mehr fehlte aber weiterhin. Heinz-Günter Kampschulte füllte im Internet einen Nachforschungsantrag aus und bemühte sich, über den Kundenservice nähere Informationen über den Verbleib des Koffers zu erhalten.

Ein Schnösel am Telefon

Am Telefon wurde ihm dann – nach der obligatorischen Wartzeit – von einem „Schnösel“ lediglich mitgeteilt, dass sich der Koffer in der Nachforschung befinde. Das könne „vier bis sechs Wochen“ dauern. Eine weitere Telefonnummer oder E-Mail Adresse, an die er sich wenden könne, gebe es nicht.

Heinz-Günter Kampschulte hat auf Grund seiner Erfahrungen und dem jetzt erlebten Kundenservice „von DHL die Nase voll. „Im Sommer nehmen wir einen anderen Paketdienst, um unsere Koffer zu verschicken“, so der Attendorner. Wenn bis dahin alle wieder da sind.