Saalhauser Lollys mutwillig zerstört

Ein trauriger Anblick: Mitr sinnloser Zerstörungswut habe die Täter die Lollys auf dem Grundschulhof zerstört.
Ein trauriger Anblick: Mitr sinnloser Zerstörungswut habe die Täter die Lollys auf dem Grundschulhof zerstört.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Mit Hilfe der Künstlerin Anda Dinu-Erwes und der Unterstützung des Landes NRW haben Saalhauser GrundschülerInnen zwei Dutzend farbenfrohe Lollys geschaffen. Jetzt wurde das Ensemble mutwillig zerstört.

Saalhausen..  „Ein ganz klein wenig Süßes kann viel Bitteres verschwinden machen“ - diese Weisheit des italienischen humanistischen Gelehrten und Dichters Francesco Petrarca (1304-1374) lieferte die Grundidee für ein Kunst-Projekt, das die Saalhausener Künstlerin Anda Dinu-Erwes zusammen mit 40 Schülerinnen und Schülern des 2. und 3. Schuljahres bereits im Sommer 2013 in die Tat umsetzte. Dabei entstanden insgesamt 23 ebenso überdimensionale wie farbenfrohe Lollys, die ihren Platz am Rande des Schulhofes fanden.

Der Kreativität der Kinder waren bei der Gestaltung ihrer Kunstobjekte keine Grenzen gesetzt. Einige Jungs zeigten dabei Flagge, verewigten auf der dicken Holzscheibe ihren Lieblings-Fußballverein mit Emblem und in Originalfarbe. Schade, dass wenig später offenbar einige Fans der Gelsenkirchener die gelb-schwarzen Lollys zerstörten.

Sprachlos und traurig

Doch was jetzt passiert ist, macht Lehrer und Eltern sprachlos, die Kinder sind bitter enttäuscht und traurig. Bis auf einige wenige Ausnahmen sind alle bunten Zuckerstangen zerstört. Mutwillig wurden die meisten der Lollys demoliert. Die bemalten Holzscheiben zerschlagen, Metallstäbe verbogen. Anda Dinu-Erwes ist über dieses . vorläufige- Ende des NRW-Projektes „Kreative Schule enttäuscht. Mit Verdächten, wer die Täter gewesen sein könnten, sind sie und das Lehrerkollegium vorsichtig.

Blinde Zerstörungswut

Vielleicht waren es ja einige Halbstarke nach einem Zechgelage, die ihrer unsinnigen Zerstörungswut freien Lauf ließen.

Petrarca gelangte auch mit seinem Alterswerk „Über die Weltverachtung“ zu weiterem Weltruhm. Ein wenig mehr Achtung vor Arbeit und Eigentum anderer würde in Saalhausen sicherlich völlig ausreichen. Es bedürfte andererseits sehr viel Süßem, um die jetzige Bitterkeit verschwinden zu lassen.