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Höffken-Prozess

Rüdiger Höffken soll mit baldiger Entlassung aus der U-Haft rechnen können

06.11.2012 | 19:00 Uhr
Rüdiger Höffken soll mit baldiger Entlassung aus der U-Haft rechnen können
Kann er mit seiner baldigen Entlassung aus der U-Haft rechnen? Rüdiger Höffken hat ein Geständnis abgelegt.Foto: WP

Attendorn/Dortmund.   Was kann Rüdiger Höffken nach seinem Geständnis vor Gericht erwarten? Die baldige Entlassung aus der Untersuchungshaft? Hartnäckige Gerüchte kursieren in Attendorn. Am 20. November könnte es soweit sein. Der Mitangeklagte Christof Hoffmann war am Dienstag nach seinem Geständnis aus der U-Haft entlassen worden.

Wer das  Verhältnis zwischen Staatsanwaltschaft und Gericht im Prozess gegen Rüdiger Höffken und andere als angespannt bezeichnet, muss sich den Vorwurf der Schönfärberei gefallen lassen. Jetzt wurde der Eispanzer zwischen dem Vorsitzenden Richter Thomas Beumer und Staatsanwalt Jürgen Brandt noch dicker.

Brandt verlas eine Erklärung, in der er das Gericht aufforderte, sich zu Gesprächen zu äußern, die den beiden Geständnissen von Rüdiger Höffken und Christof Hoffmann vorausgegangen waren. Eine Stunde hatten Anwälte und Gericht am Donnerstag, 25. Oktober, konferiert, bevor die beiden gestanden, was Richter Beumer unmittelbar zuvor als „Sachstand“ verlesen hatte.

Christof Hoffmann war am Dienstag nach seinem Geständnis aus der Untersuchungshaft entlassen worden und seit diesem Tag halten sich in Attendorn hartnäckige Gerüchte, nach denen auch Rüdiger Höffken mit seiner baldigen Entlassung aus der U-Haft rechnen kann. Gemunkelt wird vom 20. November. Ein Deal zwischen der Wirtschaftsstrafkammer und den Anwälten?

Zur Entspannung am Richtertisch trug Brandt auch nicht bei, als er sich weigerte, eine Erklärung zum Wunsch des Richters abzugeben, den Brief eines Mitarbeiters der „Norsk Hydro“ zu verlesen, um sich damit die Ladung eines Zeugen zu sparen, der aus Norwegen anreisen müsste. Verlesen werden können hätte der Brief nur, wenn alle Prozessbeteiligten zugestimmt hätten. „Keine Erklärung“ reichte nicht.

Beschwerde der Staatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Hamm

Gefreut hat die Strafkammer sicherlich auch nicht, dass beim Oberlandesgericht Hamm eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Aussetzung und Abtrennung des Verfahrens gegen Monika Höffken liegt. Staatsanwalt Brandt hält das Burn-out-Attest des Internisten Dr. Rustemeyer für einen solchen Beschluss für nicht ausreichend. Aber es ging auch voran in einem Prozess, in dem eigentlich doch schon so vieles klar und gestanden ist.

Christian T., bei der schwedischen ESB Bank zuständig für „kritische Kredite“, wurde am Dienstag als Zeuge vernommen. Die ESB hat in ihrem Höffken-Engagement exakt 2.288.121,61 Euro verloren. T. schilderte, dass man Anfang 2008 kein Vertrauen mehr in die Geschäftsführung gehabt und deshalb gemeinsam mit anderen Banken eine Unternehmensberatung gefordert habe. Deren Urteil habe man abwarten und dann entscheiden wollen.

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