Riesen Ärger für die kleinen Männchen

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Was wir bereits wissen
Ein Schiff strandet an einer einsamen Insel. Um diese wieder verlassen zu können, müssen die Schiffbrüchigen ihr Boot reparieren. Der „Riesen Ärger!“ ist also programmiert – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Attendorn..  Ein Schiff strandet an einer einsamen Insel. Um diese wieder verlassen zu können, müssen die Schiffbrüchigen ihr Boot reparieren. Der „Riesen Ärger!“ ist also programmiert – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn so lautet der Name eines Computerspiels, das von der Informatik AG des St.-Ursula-Gymnasiums Attendorn in Zusammenarbeit mit der Firma Conze aus Maumke erstellt wurde. Kürzlich präsentierten die Abiturienten Kimberley Geyer, Felix Fernholz, Martin Marburger und Sebastian Rapp das äußerst sehenswerte Ergebnis des im September 2013 gestarteten Projekts. Bis kurz vor Abschluss war auch Jonas Kröger dabei, der aus gesundheitlichen Gründen aussteigen musste.

Engagement in der Freizeit

Der Erfolg ist besonders auf das enorme Engagement der Schüler in ihrer Freizeit zurückzuführen. Sie fuhren nicht nur alle vier Wochen gemeinsam mit ihrem Informatiklehrer Franz-Josef Weidemann nach Maumke, um mit den Programmierern Sandra Forth, Eric Brehme und Benjamin Richter gemeinsam die Aufgaben zu koordinieren. Die Schüler tauschten sich auch in der Schule über ihre Fortschritte aus und führten die Arbeit daheim am eigenen PC fort. Die von ihnen programmierten kleinen Männchen fällen Holz, stellen Seile her, weben Segel. Sie bauen Hütten, eine Bäckerei, ein Labor, eine Weberei und eine Werft. Am Ende gelingt es ihnen natürlich, ihr Schiff zu reparieren. Der Clou des Spiels „Riesen Ärger!“, der selbst die Experten beeindruckt, sind die eigenen Stimmen und Sätze, die jeder Figur von Kimberley Geyer zugeordnet wurden.

Nachwuchs-Informatiker

Die Grundlagen des Programmierens erlernten die Schüler im Unterricht, wobei hier jedoch eine andere Programmiersprache verwendet wurde. Doch stellte dies für die begeisterten Nachwuchs-Informatiker kein Problem dar. „Es ist eine andere Sprache, aber die Strukturen sind gleich“, erläutert Sebastian Rapp. Franz-Josef Weidemann ist stolz auf seine hochbegabten und fleißigen Schüler: „Sie haben einen Riesen-Einsatz gezeigt. Da kamen sicherlich bis zu 5000 Zeilen Quellencode zusammen.“

Junge Leute Begeistern

Die Kooperation mit dem St.-Ursula-Gymnasium wurde von der Firma Conze angeregt. Durch die Begleitung einer Software-Entwicklung von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt mit einem Einblick in alle betrieblichen Abläufe erhofften die Initiatoren sich, junge Leute für das Berufsfeld Informatik zu begeistern und als „Kollegen von morgen“ zu gewinnen. Dies dürfte ihnen bei Kimberley, Felix, Martin und Sebastian zweifellos gelungen sein, die nach ihrem Abitur auf jeden Fall in die Informatik einsteigen möchten. Dennoch statten sie am „Tag der offenen Tür“ am St.-Ursula-Gymnasium im Dezember ihrer Schule noch einmal einen Besuch ab, um gemeinsam mit Interessierten „Riesen Ärger!“ zu erleben.