Reiter-Stellwerk soll abgerissen werden
27.01.2009 | 20:38 Uhr 2009-01-27T20:38:00+0100Dem unter Denkmalschutz stehenden Reiter-Stellwerk droht der Abriss. Und die Bauarbeiten am Finnentroper Bahnübergang verzögern sich um mindestens zwei Jahre.
Von Hubertus Heuel
Finnentrop. Der Bau der neuen Lennebrücke und die Beseitigung des Finnentroper Bahnübergangs geraten zum Desaster: Frühestens im Dezember 2012, also zwei Jahre später als geplant, soll die neue Straße freigegeben werden.
Die Schuld für die Verzögerung liegt ganz offenbar bei der Deutschen Bahn. Denn entgegen verbindlicher Vorabsprachen mit der Gemeinde und den Straßenbaubehörden hat das Unternehmen die Planung für das Bauvorhaben jahrelang links liegen gelassen. In der Ratssitzung gestern Abend mussten sich Dirk Kretzschmar und Christian Jüngling von der DB Netz AG unangenehme Fragen gefallen lassen, ihre Erklärungsversuche („Die Bahn ist ein Wirtschaftsunternehmen”) ernteten höhnisches Gelächter. Doch setzten die Bahn-Vertreter noch eins drauf. Für die Verlegung der Oberleitungen am Bahnhof, verkündeten sie, müsse das unter Denkmalschutz stehende Reiter-Stellwerk abgerissen werden. Was die Politiker endgültig auf die Palme trieb. „Das ist der absolute Hammer”, kochte es bei Torsten Tillmann (SPD) ebenso wie bei den CDU-Ratsherren Werner Hüttemann („Ein Armutszeugnis des Bahnmanagements”) und Meinolf Schröder („Die Bahn hat nicht einmal ihre Hausaufgaben gemacht”). Gegen den Abriss des Reiter-Stellwerks dürfte sich in Finnentrop auch außerhalb der politischen Gremien erheblicher Widerstand entfachen. Angeblich hat man bei der Bahn jetzt erst bemerkt, dass die Oberleitungen nach ihrer Verlagerung zu nah an dem alten Gebäude, von dem aus früher die Weichen gestellt wurden, vorbeiführen würden. Die Sicherheitsabstände müssten aber eingehalten werden, darauf poche das Eisenbahnbundesamt, erläuterte DB-Netz-Vertreter Christian Jüngling. Fest steht: Die Glück-Auf-Schranke wird viel länger als geplant ihren Dienst tun.
10:39
klar wir erhalten einen total verrosteten stahlklumpen. und bauen am besten noch ein cafee mit aussichtsplattform auf das bald nicht mehr genutze metten gebäude!!!!!
Sonst noch wünsche? Echt mal...alle die das ding retten wollen haben n schaden. Das rote ungetüm sieht übrigens ziehmlich geil aus. Fehlplanung? Nicht wirklich. Fehlverstanden vielleicht. Sich generell erstmal überall gegen zu wehren sieht Finnentroppern mal wieder ähnlich
22:06
Erhaltet nur ja das Stellwerk! Das geplante rote Ungetüm kann Finnentrop nicht retten! Fehlplanung! Von vorne bis hinten!
09:00
@derKreuzritter:
Danke! Das ist ein Kommentar wie er im Buche steht. Sie haben genau verstanden worum es hier geht und wem die Schuld zuzuweisen ist. Und auch danke, das jemand mal für die geplante umsetzung ist. alle sind am schreien nach den anderen Vorschlägen und noch besser: alles abbrechen. Ich bin für die geplante maßnahme...schade nur das gemeinde und straßen nrw keine sanktionen verhängen dürfen. und außerdem: so wie der bahnhof gebaut wird, wird das richtig richtig geil! die illuminuerte glaswand ist ein echter hammer!...zurück zum thema brücke und stellwerk: weg mit dem stellwerk, schienen umlegen, masten versetzen, brücke bauen, straße teeren, fertig werden!
08:47
@ Rittberger:
Nein das Ding muss weg! Aber schnellestens.
14:19
Das Stellwerk muß bleiben!
15:56
Geht ja mal gar nicht......
Schon mal davor gestanden??? NEIN!!?? Na dann kein Wunder.....
SCHRANKEN MÜSSEN WEG.....
Ich spreche im Namen von rund 18.000 Einwohner bei 18.380 Einwohnern insgesamt von Finnentrop + Pendler aus anderen Städten/Gemeinden
18:45
@Finnentropper
Volle Zustimmung ! Das wäre die beste Lösung !
18:37
Also erst einmal ist die Bahn noch ein 100%iges Staatsunternehmen ! Was demnächst nach neusten Plänen auch erst einmal so bleiben wird ! Gott sei Dank ! Schließlich sind es unsere Steuergelder ! Hinzukommt dass man dieses schöne Gebäude retten sollte ! Es ist ein Geschichtliches Bauwerk höchster Güte ! Die Schranke sollte man lassen ! Spart unnötige kosten ! Allerdings Wärterbedient ! Damit sie auch rechtzeitig auf und zu geht !
16:41
Es geht hier nicht im das Stellwerk (das hässliche Teil interessiert wahrscheinlich eh nur die BI Bahnhof Finnentrop), es geht hier nur (!) um den Verkehrsfluss im alten Ortskern. Der volkswirtschaftliche Schaden dieses Verkehrshindernisses ist grösser, als der jährliche Gewinn der Deutschen Bahn AG.
Wegen einem zweifelhaftenDenkmal weitere Verzögerungen für dieses für die Gemeinde Finnentrop soooooooooo überlebenswichtigen Verkehrsprojektes in Kauf zu nehmen, ist irre.
Die Bahnverantwortlichen haben gepennt, weder CDU, noch UWG oder SPD sind für den derzeitigen Mist zuständig. Man stelle sich vor: Niemand bei der Bahn ist auf die Idee gekommen, das laufende (!) Bauvorhaben anständig zu planen! Nach der Bahnlogik müssten die Planer demnach eine hohe Prämie kriegen. Schliesslich haben sie bewiesen, das bei der Bahn Inkompetenz gross geschrieben wird. Und Inkompetenz ist wohl das Markenzeichen der DB AG.
Als frustrierter Pendler stelle ich mich auf 10 weitere Jahre nutzlosen Wartens vor strunzdummen Schranken ein. Wäre auch zu schön gewesen, hätte einmal was in Sachen Glück-Auf-Schranke funktioniert.
14:30
Nachtrag: meinetwegen wird das stellwerk halt abgerissen, warum alten zeiten hinterhertrauern wenn durch artefakte dieser zeit, ein eventuelles neu aufblühen des finnentroper ortskernes verhindert wird?
Im Zweifelsfall: WEG mit dem Stellwerk