Reinigendes Gewitter bei Rüblinghauser Schützen

Rüblinghausen.  Von einem „reinigenden Gewitter“ sprach der Vorsitzende Dietmar Moess nach der Jahreshauptversammlung des St.-Matthäus Schützenvereins Rüblinghausen am Samstag.

Anlass für die kontrovers geführte Diskussion waren vorderhand Liquiditätsprobleme, vor die sich der Verein im vergangenen Jahr gestellt sah. Dabei richteten sich die Vorwürfe konkret gegen den ehemaligen 1. Vorsitzenden Markus Bröcher und dessen nach Meinung einiger Mitglieder über Jahre hinaus in vielen Dingen verdeckte Vorgehensweise und damit unzureichenden Information der Vereins.

Abgesehen davon, dass laut Vereinsrecht über schwebende Geschäfte nicht zu berichten sei, seien die Liquiditätsprobleme behoben, erklärte Dietmar Moess im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Finanzlage des Vereins stehe positiv da, die Kasse sei in Ordnung und der Vorstand dementsprechend entlastet worden. Was das Schützenhaus betreffe, wolle man in neun Jahren schuldenfrei sein. „Wir haben in jedem Jahr den Kassenbericht mit den Zahlen, Daten und Fakten vorgelegt, die aktuell waren. Ich habe mir nichts vorzuwerfen“, sagte Markus Bröcher zu unserer Zeitung.

Nach vorne schauen

„Die Diskussion ging teilweise unter die Gürtellinie“ konstatierte Moess. Es sei niemandem ein Vorwurf zu machen, der bei 100 Prozent unmenschlicher Arbeit fünf Prozent Fehler mache. Die Diskussion sei abgeschlossen, „jetzt gilt es nach vorne zu schauen.“

Es gab noch Änderungen im Vorstand. Für Christian Spitzer, der nach 18 Jahren ausschied, wurde Kevin Lobbe zum 1. Kassierer bestimmt. Auch Olaf Dierig schied aus dem Vorstand aus. Beide erhielten 2014 den Matthäus-Orden.