Regenbogenland - Spielplatz wieder auf Vordermann

Hubert Multhaup, neuer Leiter der ZUE ,Regenbogenland' freut sich darüber, dass der hauseigene Spielplatz von den Kindern wieder genutzt werden kann.
Hubert Multhaup, neuer Leiter der ZUE ,Regenbogenland' freut sich darüber, dass der hauseigene Spielplatz von den Kindern wieder genutzt werden kann.
Foto: WP / Josef Schmidt
Was wir bereits wissen
Mit einer kurzfristigen Spielplatz-Sanierungsaktion an der Flüchtlingsunterkunft Regenbogenland hofft die Stadt Olpe, ein Problem zu entschärfen, das sich in den zurückliegenden Wochen bemerkbar gemacht hatte.

Olpe.. Anwohner hatten gegenüber der Stadtverwaltung, aber auch gegenüber unserer Zeitung darauf hingewiesen, der Spielplatz in der Auguste-Liese-Straße werde „von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der ZUE bis in die Abendstunden und über Mittag derart belagert“, dass die Mittagsruhe gestört werde und die Kinder der Anwohner sich nicht mehr trauten, dort zu spielen. Gefragt wurde in dem Zusammenhang nach dem Spielplatz direkt am „Regenbogenland“, der offenbar nicht zu nutzen sei.

Situation vor Ort angesehen

Genau hier hakte die Stadt ein. Bernd Sundermann, städtischer Architekt: „Wir hatten uns die Situation vor Ort angesehen, sie aber nicht als dramatisch bewertet.“ Gleichwohl habe man es für sinnvoll erachtet, zu reagieren. Der Bauhof hatte die Spielgeräte am Regenbogenland unter die Lupe genommen und Sanierungsbedarf attestiert, was eine vorübergehende Schließung notwendig gemacht habe. Jetzt meldete Sundermann aber Vollzug: „Unsere Bauhofmitarbeiter haben die Dinge, die zu bemängeln waren, wieder in Ordnung gebracht, und seit Freitag ist der Platz wieder für die Kinder und Jugendlichen des Regenbogenland zu nutzen.“

Fluchtpunkte Dadurch, so der Architekt, gehe man davon aus, dass sich die Situation rund um den Spielplatz „Auguste-Liese-Straße“ auch wieder entschärfe. Stichprobe gestern Mittag: Gähnende Leere.

Einhergehend mit der Sanierung der Spielgeräte sei auch der Bolzplatz wieder nutzbar, wenn auch nur unter Aufsicht. Der Zugang zur sogenannten „Schinken-Ranch“ der früheren Familienferienstätte, sei durch einen Bauzaun allerdings versperrt worden. Das Grillhaus und den Partyschuppen, so der Architekt, müssten in Sachen „Statik“ genau begutachtet werden.

Erfreut über die neuerliche Maßnahme der Stadt zeigte sich gestern natürlich der neue Leiter der ZUE, Hubert Multhaup: „Eine gute Sache. Das wird hier gut angenommen.“ Der 67-Jährige ist bekanntlich seit gut zwei Wochen der neue Leiter der ZUE, gleichzeitig der Erstaufnahmeeinrichtung in Burbach.

„Besser als in Burbach“

Multhaup bewertet die Situation in der ZUE in Olpe als positiv, „besser als in Burbach“, lediglich einige kleine Bereiche müssten baulich noch „ertüchtigt werden.“ Zudem wolle man noch eine Krankenstation einrichten. In der Vorwoche habe man beispielsweise etwa 300 Flüchtlinge gegen Windpocken geimpft. Multhaup: „Wir haben momentan zwei Fälle von Windpocken bei Erwachsenen.“ Das sei nichts Ungewöhnliches, könne auch in jedem Kindergarten vorkommen. Aber eine Flüchtlings-Einrichtung werde von der Bevölkerung besonders sensibel beobachtet.

Der neue Chef im Regenbogenland

  • Hubert Multhaup stammt aus Hamm (Westfalen), ist 67 Jahre alt und von Beruf gelernter Kaufmann.

  • Multhaup hat jahrzehntelange Erfahrung als Leiter von Senioreneinrichtungen.

  • Nach den körperlichen Übergriffen in der Flüchtlingseinrichtung in Burbach wurde Multhaup gebeten, die Leitung dort zu übernehmen, vor etwa zwei Wochen kam die Aufgabe in Olpe hinzu.

  • Multhaupt ist Angestellter des gemeinnützigen Gesellschaft DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe.