Regenbogenland-Pläne bleiben im Blickpunkt

Familienferienstätte Regenbogenland in Olpe. Dass hier eine Flüchtlings-Aufnahmeeinrichtung eingerichtet werden soll, sorgt für Diskussionen.
Familienferienstätte Regenbogenland in Olpe. Dass hier eine Flüchtlings-Aufnahmeeinrichtung eingerichtet werden soll, sorgt für Diskussionen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Vorstand der neuen Bürgerinitiative ist unzufrieden mit dem Vorgehen der Stadtverwaltung.

Olpe..  Unzufrieden mit dem bisherigen Vorgehen der Stadt äußerte sich der Vorstand der Bürgerinitiative „Humanitäre Flüchtlingspolitik in Olpe“ (HFO) im Rahmen einer Pressekonferenz (wir berichteten). Da solle das bisher als Ferienheim genutzte Regenbogenland auf dem Kreuzberg zu einer Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge werden, ohne dass sich die Verwaltung jemals eine ähnliche Einrichtung angesehen habe.

Dezentrale Unterbringung

Der Mietvertrag mit dem Land solle zunächst fünf Jahre laufen, ohne dass jemand sagen könne, was nach den fünf Jahren passiere. Die Stadt gehe außerdem davon aus, dass das Gefahrenpotential bei einer ZUE mit bis zu 500 Personen nicht größer sei als bei der Unterbringung von 200 Flüchtlingen auf Dauer. Dabei liege keine andere vergleichbare Einrichtung so nah an einem Wohngebiet. Da müsse man sich schon fragen, wie denn die Sicherheit von Flüchtlingen und Bürgern dauerhaft sichergestellt werden könne, fragte der Vorstand, der sich aus Wolfgang Maasjost, Peter Kliche, Ansgar Clemens, Christian Hose (gestern in der Bildzeile fälschlich als Christian Bruse bezeichnet) und Reiner Löcker zusammensetzt.

Die BI dagegen setzt sich laut Satzung für „eine dezentrale, menschenwürdige Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen und deren Integration in Olpe“ ein. „Wir fordern“, heißt es in der Satzung, „dass die Stadt ihre Aufgabe, die ihr zugewiesenen Flüchtlinge in Olpe zu integrieren, erfüllt.“ Gleichzeitig distanziert sich die BI „von jeglichen fremdenfeindlichen Ansichten“.

Der Vorstand kündigte an, das Gespräch mit heimischen Politikern aller Fraktionen zu suchen und forderte einen runden Tisch mit Politik, Vertretern sozialer und kirchlicher Organisationen und Bürgern. Auch deren Information hat sich die BI auf die Fahnen geschrieben. Denn schließlich betreffe die Entscheidung die ganze Stadt und nicht nur die Anlieger.

Mitgliedschaft beitragsfrei

Mitglied der BI, die überparteilich und überkonfessionell arbeitet, kann jeder werden, der deren Ziele unterstützt und mindestens 18 Jahre alt ist. Eine Mitgliedschaft ist beitragsfrei, Spenden erfolgen nach eigenem Ermessen. Aus Spenden finanziert sich auch die Arbeit der BI. Die Kasse wird jährlich geprüft und das Geld fällt bei Auflösung der BI einer gemeinnützigen Organisation zu, die sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzt.