Reden ja, aber an Erfolge glaubt keiner
02.02.2012 | 16:00 Uhr 2012-02-02T16:00:00+0100Attendorn. Im Attendorner Rat besteht wenig Optimismus, dass die gemeinsame Musikschule mit Finnentrop noch eine Zukunft hat. Zwar unterstützen alle Parteien Bürgermeister Wolfgang Hilleke bei seinem Vorhaben, noch einmal mit seinem Kollegen Dietmar Heß ins Gespräch zu kommen, an eine positive Entwicklung glaubt so recht niemand.
Im Attendorner Rat besteht wenig Optimismus, dass die gemeinsame Musikschule mit Finnentrop noch eine Zukunft hat. Zwar unterstützen alle Parteien Bürgermeister Wolfgang Hilleke bei seinem Vorhaben, noch einmal mit seinem Kollegen Dietmar Heß ins Gespräch zu kommen, an eine positive Entwicklung glaubt so recht niemand.
Für die CDU widersprach Bruno Droste Finnentrops Bürgermeister, der von einem „emotionalen Schnellschuss“ gesprochen hatte: „Wenn sich der Attendorner Rat bei nur einer Stimmenthaltung für die Kündigung ausspricht, ist das kein emotionaler Schnellschuss.“ Die letzten Äußerungen des Finnentroper Bürgermeisters vor der Kündigungen seien der Tropfen gewesen, die das Fass zum Überlaufen gebracht hätten. Sollten die Gespräche zu keinem Ergebnis führen, ist Droste für „ein schnelles Ende.“
Ähnlich Kai-Uwe Gehrke (SPD). Anhand der in Auftrag gegebenen Gutachten habe man versucht, Dinge, die in der Vergangenheit verschleppt worden seien, voranzutreiben. Dabei sei es immer wieder zu Problemen und unterschiedlichen Auffassungen mit Finnentrop gekommen. Wie Bürgermeister Hilleke hält es auch Gehrke für notwendig, im Falle einer Fortführung über eine Umstrukturierung der Zweckverbandssatzung zu reden, um das Missverhältnis zwischen Schülerzahlen und Beteiligung am Zweckverband auszugleichen.
Noch drastischer formuliert das Ralf Warias (FDP): „Ich verstehe gar nicht, wie man diese Satzung damals hat beschließen können. Attendorn trägt 70 Prozent der Kosten, hat aber nur 50 Prozent der Stimmen.“ Für ihn spielt Dietmar Heß die Rolle eines Juniorpartners, der zuletzt permanent alles schlecht gemacht hat, was er vorher beschlossen hat. Die Formulierungen von Finnentrops Bürgermeister hätten ihn amüsiert: „Wenn wir etwas wollen, müssten wir reden, sagt er. Er scheint doch etwas zu erwarten, warum hat er den Beschluss sonst beanstanden lassen?“
Marius Becker (Grüne) erinnerte daran, dass das Verhältnis schon lange angespannt sei, denn vor einigen Jahren habe es bereits einmal eine „Fastkündigung“ von Finnentrop gegeben. Gesprächen solle man sich nicht verschließen: „Ich würde mir wünschen“, so Becker, „dass das etwas brächte. Aber das ist der Konjunktiv.“
Keinen Grund umzudenken, sieht Winfried Richard (UWG). „Wir sind nach wie vor mit dem Beschluss einverstanden. So wie er sich verhalten hat, ist eine Zusammenarbeit nur unschön möglich.“ Richard ist für eine Auflösung des Zweckverbandes: „Damit ist den Schülern und Lehrern gedient, auch wenn mit die Finnentroper leid tun.“
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