Rede von Allon Sander beeindruckend

Lennestadt..  Zur Thomas-Morus-Sitzung bezieht die Grünen-Fraktionschefin Christa Orth-Sauer Stellung: „Die Worte von Pastor Behrensmeyer gaben wieder Anlass zum Nachdenken und zum kritischen Hinterfragen der eigenen Positionen. Sehr beeindruckend war für mich die Rede von Allon Sander zum Thema Zivilcourage. Er hat es verstanden, ein schwieriges Thema ohne Schwingen der moralischen Keule ans Publikum zu tragen. Mich hat fasziniert, dass er diese Problematik sogar mit einer gewissen Leichtigkeit transportieren konnte, ohne dass Ernsthaftigkeit verloren ging.“

Die darauf folgende Rede des Alterspräsidenten Eugen Wörsdörfer, den ich bis dahin als sachlichen und engagierten Ratskollegen erlebt habe, hat dann allerdings diesen Eindruck zerstört. Herr Wörsdörfer hat in seiner Ansprache auf den Mauerfall vor 25 Jahren hingewiesen und angemerkt, dass viele Angehörige des SED-Regimes nach der Wende wieder in öffentlichen Ämtern waren.“ Vergessen habe er, dass das bei vielen Blockflöten seiner eigenen Partei ebenfalls so war.“

Danach habe der Redner die SED mit der PDS und den Linken gleich gesetzt. „Die Rede gipfelte im Vorwurf, dass Grüne und SPD einen Ministerpräsidenten der Linken ermöglicht hätten. Gespickt mit geschichtlichen Unwahrheiten und sehr einseitigen Betrachtungen stand seine Rede unter dem Motto: Spalten statt Versöhnen.“