Rechnung geht nicht auf

Windkraft Drolshagen..  Da hat Herr Hilchenbach recht. Bundesweit gibt es inzwischen ein paar hundert Verfahren in Sachen Windkraft. Immer mehr Bürger zweifeln inzwischen daran, dass mit den „Erneuerbaren“ eine zuverlässige Versorgung unseres Landes mit Energie sicher gestellt werden kann. Waren es noch 2011 fast 80% der Bürger, die den schnellen Ausbau für richtig hielten, ist die Zahl der zustimmenden Bürger im Jahr 2014 auf unter 10% gesunken.


Inzwischen wehren sich immer mehr Menschen nicht nur gegen die Verschandelung ihrer Landschaft, sondern sind grundsätzlich dagegen. Sie haben inzwischen erkannt, dass die Rechnung nicht aufgeht. Schon allein der weiterhin rasante Ausbau - ohne gleichzeitig massiv in Speicherkapazitäten zu investieren - fährt das System früher oder später gegen die Wand.


Zur Zeit sind 80 000 Megawatt „Erneuerbare“ installiert. Das ergibt zusammen mit den konventionellen Werken ca. 160 000 Megawatt. Theoretisch könnte man alle Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke sofort still legen. Das funktioniert aber nicht, da die „Erneuerbaren“ nur je nach Wetter (Wind, Sonne) liefern und nicht nach Bedarf. Es ist also ein doppelter Energieversorgungspark entstanden. Und das heißt auf gut Deutsch: Wir zahlen auch das Doppelte.


Was ich absolut nicht verstehe und was meiner Ansicht nach nichts mit einem demokratischen Entscheidungsprozess zu tun hat, ist der Beschluss der Bundesregierung, dass jede Kommune einen unsozialen , unsinnigen und teuren Energiepark bauen muss. Die Abgeordneten der örtlichen Parlamente sind dabei ohne jeden Einfluss, ob sie nun die „Erneuerbaren“ in ihrer Kommune wollen oder nicht. Ein bisschen Kosmetik dürfen sie noch betreiben - das war’s dann aber auch.


Walter Faulenbach, Olpe