Rainer Kullmann ist neuer König in Oedingen

Das Königspaar Rainer und Ramona Kullmann, Kinderkönig Timon Hüttemeister und das Jungschützenkönigspaar Kevin Rieck und Johanna Malsbender (v.r.) stehen an der Spitze der Schützenbruderschaft Oedingen.
Das Königspaar Rainer und Ramona Kullmann, Kinderkönig Timon Hüttemeister und das Jungschützenkönigspaar Kevin Rieck und Johanna Malsbender (v.r.) stehen an der Spitze der Schützenbruderschaft Oedingen.
Foto: WP

Oedingen.  . An der Vogelstange in Oedingen ist Rainer Kullmann kein Unbekannter. So manches Mal reihte sich der 35-Jährige in die Riege der Bewerber ein. In diesem Jahr war das anders. Rainer Kullmann hatte seiner Frau Ramona zugesagt, in diesem Jahr keine Ambitionen auf die Königswürde zu hegen. Der Vorsatz hielt, bis der Schachtmeister im Straßenbau das Gewehr in der Hand hielt.

Das Schießfieber packte ihn erneut. Das Trio der Königsanwärter, zu denen auch Dominik Horst und der amtierende Karnevalsprinz Thomas Kroll gehörten, lieferte den zahlreichen Zuschauern einen sehenswerten Schießwettbewerb, den Rainer Kullmann mit dem 125. Schuss beendete. Der Familienvater drehte sich gerade vom Schießstand weg, als der Aar den Abflug machte. Rainer Kullmann konnte sein Glück zunächst nicht fassen und ließ sich von seinen „Untertanen“ feiern.

Sein Onkel Karl-Heinz Müller, der am Sonntag gemeinsam mit seiner Frau Ursula als 40-jähriges Jubelkönigspaar geehrt wurde, verdrückte einige Freudentränen. Mit seinem Königsschuss machte Rainer Kullmann seinen zweiten persönlichen Aufstieg perfekt. Erst kürzlich feierte er als Spieler mit der zweiten Mannschaft der SG Oedingen/Bracht den Aufstieg in die Kreisliga B. Zu den ersten Gratulanten gehörten die Freunde des Kegelclubs „Mollenroller“. Den Apfel schoss Olli Mester, das Zepter ging an Sascha Verburg und die Krone holte sich Georg Schermann. Zuvor ermittelten 13 Nachwuchsschützen den neuen Kinderkönig. Am Lasergewehr entfachte ein spannender Zweikampf zwischen den Königsoffizieren des scheidenden Kinderkönigs Leon Sapp, Alexander Voss und Timon Hüttemeister, den Letztgenannter in der dritten Runde des Stechens für sich entschied.

Verdienstorden

Vor den samstäglichen Vogelschießen zeichnete der Vorsitzende Tim Bergsieker drei verdiente Schützen mit der zweiten Ordensstufe des Sauerländer Schützenbund für besondere Verdienste aus. Kai Esleben übernahm im Jahr 2002 den Posten des stellvertretenden Kassierers und ist seit dem Jahr 2010 Chef der Finanzen. Ein weiterer Schützenbruder, der laut Tim Bergsieker das Herz ebenfalls am rechten Fleck trägt, ist Sebastian Müller, der seit 15 Jahren mit großem Engagement im Vorstand tätig ist.

Die Weiterentwicklung der Jungschützenabteilung und die Umstellung auf neue Medien gehören zu seinen Steckenpferden. Dritter im Bunde der Geehrten, ein Vollblut-Oedinger, aber kein Vorstandsmitglied, ist Norbert Hoffmann, der zum Vogelbauerteam gehört und sich die Auszeichnung ebenfalls verdient hat.

Am Freitag sorgte Kevin Rieck für eine Überraschung. Mit dem 170. Schuss setzte sich der 21-Jährige als neuer Jungschützenkönig gegen seine Kontrahenten Björn Linn, Matthias Arens, Daniel Bochnig und Henric Rademacher durch. Der Dachdecker hatte zum ersten Mal ein Gewehr in der Hand, zeigte sich von seiner treffsicheren Seite und erkor sich die 18-jährige Johanna Malsbender zur Jungschützenkönigin. Die Krone schoss Matthias Arens, das Zepter Daniel Bochnig, den Apfel Henric Rademacher.

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