Prüfung vor der Prüfung
01.07.2009 | 17:16 Uhr 2009-07-01T17:16:00+0200Finnentrop. (pep) Die zahlreichen Bürger, die überwiegend wegen des Themas Mobilfunk zur Finnentroper Ratssitzung gekommen waren, mussten sich drei Stunden lang in Geduld üben. Das Thema stand am Ende der Tagesordnung und wurden erst gegen 21 Uhr beraten.
Dafür erlebten sie eine temperamentvolle Sitzung, wie es sie in der endenden Wahlperiode nur wenige gegeben hat.
Den SPD-Antrag mit dem das Bauamt aufgefordert werden sollte, sämtliche Möglichkeiten zu prüfen „um einen Rückbau der Mobilfunksendeanlagen in unmittelbarer Nähe des Schulzentrums einzuleiten”, wollte die CDU so nicht mittragen. Fraktionschef Ralf Helmig beantragte zunächst zu prüfen, ob die Gemeinde rechtlich in der Lage sei, zukünftig Standorte von Mobilfunkbasisstationen, etwa im Rahmen der Bauleitplanung, zu verhindern. Der Abbau des Mastens am Schulzentrum bringe nichts, „wenn 50 Meter weiter ein neuer Sender ensteht”.
Auf den Einwurf von Torsten Tillmann (SPD), er wolle sich, sollte sich herausstellen, dass die Mobilfunkstrahlung doch Schäden hervorruft, nicht vorwerfen lassen: Ihr habt ja nichts getan, erklärte Helmig, dann wolle er sich auch nicht vorwerfen lassen, man habe sich nur um einen Standort gekümmmert.
Tillmanns Vorwurf mangelnder Information und Transparenz: „Dreieinhalb Jahre wurde nichts getan” brachten Bürgermeister Heß ins Spiel. Er befand es als unredlich, dass die SPD „dreieinhalb Jahre alles mitgetragen hat und jetzt sagt: Die Versäumnisse liegen nicht bei uns”.
Der SPD Antrag fand trotz Unterstützung aus der CDU keine Mehrheit. Jetzt wird zunächst einmal geprüft.
00:30
zu #7 auf was sensibel?
Gestehen Sie doch auch Wolfram König, gelernter Diplom-Ingenieur für Stadtentwicklung. auch eine private Meinung zu, wenn es Seine sein sollte. Und nicht unter geschoben von div Grüppchen
Und zu #8: beschafft Euch dem nach Rosenquarze an. Die Esoterikläden müssen auch leben !!
17:52
Auch der Finnentroper Bürgermeister erzeugt negative Schwingungen und sein Büro ist nicht weit vom Schulzentrum entfernt.
16:12
Selber googlen macht schlau !
Trotzdem zwei Zitate:
Auf der Grundlage des derzeitigen Erkenntnisstandes ist es unmöglich, das Risiko elektrosensibler Reaktionen für die Allgemeinbevölkerung, die sich aus sensiblen und nicht-sensiblen Personen zusammensetzt, abzuschätzen oder gar in Empfehlungen für Grenzwerte umzusetzen. (Aus einer Studie des Ecolog-Instituts im Auftrag der T-Mobile)
Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, empfahl bereits im Jahr 2001: Ich halte es für notwendig, Standorte zu vermeiden, die bei Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern zu erhöhten Feldern führen.
Eine schriftliche Euch-kann-nichts-passieren-Erklärung habe ich allerdings noch nicht gefudnen.
09:42
Welche Gefahr geht denn von einem solchen Masten aus? Blitzeinschlag bei Gewitter?
21:34
Was wollen die denn noch prüfen? So eine Sendestation gehört doch um Himmels WIllen nicht in ein Schulzentrum !!! Sind die denn noch bei Verstand?
Da ist doch auch eine Bürgerinitiative, die haben auf ihrer Webseite mobilfunk-finnentrop.de jetzt Fotos von dem Masten. ICh kann es nicht fassen, 30 m neben einer Grundschule. Was machen denn die Politiker und dieser Bürgermeister ? Das Ding gehört da nicht hin. Wer glaubt denn noch das die ungefährlich sind?
18:16
Besser eine Einsicht kommt spät als nie!
Die Finnentroper Verwaltungsspitze würde sich lieber die Zunge abbeißen, als den Fehler mit dem Mobilfunkmast am Schulzentrum einzugestehen.
Gut, daß sich jetzt auch kommunalpolitisch endlich eine andere Kultur durchsetzt.
Der Kadavergehorsam der ewigen Nickemänner und -frauen war ja nicht mehr zu ertragen. Man fühlte sich, ehrlich gesagt, um Jahrzehnte zurück versetzt.
Ich bin gespannt auf die Zeit nach der Kommunalwahl.
16:19
Kettenhunde? Eher zahnloser Tiger. Die SPD ist in Finnentrop aber mindestens genauso schwach. Sie haben drei Jahre lang alle Mobilfunkstandorte mitgetragen und entdecken vor der Wahl plötzlich den viel beschworenen Wählerwille. Was immer das sein mag.
10:19
Bessere Wahlkampfhelfer wie den Hess und seine Kettenhunde kann die SPD nicht kriegen!
08:19
Es ist nicht zu fassen, wie sich die CDU immer wieder vor der Veranstwortung drückt. Sie haben über 3 Jahre nichts getan! Was Herr Heß wollte, wurde beschlossen. Und noch heute ist es so. Der Ratssaal ist voller Bürger - oder nennen wir sie aktuell einfach mal Wähler - die eindeutig Forderungen formuliert haben und sich hinter den Antrag der SPD stellen. Sie forden seit Jahren den Rückbau des Mastens. Herr Heß will von nichts etwas wissen, reagiert genervt und fühlt sich persönlich angegriffen. Seine Mannen, bis auf wenige erfreuliche Ausnahmen, stehen Gott sei Dank nicht mehr vereint hinter ihm. Bleibt für Finnentrop nur noch zu hoffen, dass es nach der Wahl neue Verhältnisse gibt. Die Dietmar-Hess-wir-folgen-Dir-Partei muss endlich mal merken, dass Herr Hess nur in den seltenstens Fällen die Meinung der Bürger sieht. Und selbst wenn, folgt er nur seiner Meinung. Der Bürgerwille - oder sogar die Ängste seiner Bürger - interessieren ihn offensichtlich nicht im geringsten! Das muss ein Ende haben.