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Probleme mit dem Ackerschnacker in Mosebolles Millionenspiel

23.01.2015 | 00:11 Uhr

Serkenrode. Warum in die Ferne schweifen? Der Theaterverein Serkenrode setzt im 125. Jahr seines Bestehens auf das Gute, das bekanntlich oftmals vor der Haustür liegt.

Als man im Frühjahr in der Autorenliste des Reinehr-Verlags blätterte, stieß man auf den Namen von Anke Vogt. Die Grevenbrückerin reiht sich ein in die Liste bekannter Theaterstückautoren. Schnell war allen klar, dass man sich die Schilderungen aus der Feder einer „Nachbarin“ näher ansehen sollte.

Was sich im urkomischen Dreiakter „Am heißen Draht von Mosebolle“ abspielt, ließ das Auswahlgremium der Laienschauspieler nicht mehr los. Thorsten Jagusch, Gitta Güthe, Vicky König, Tim Wullenweber, Ferdinand Funke, Christina Korte, Anna Jostes und Christopher Bertels brachten das Erfolgsbuch der Lennestädterin nun auf die Theaterbühne nach Serkenrode.

Dabei hat sich Autorin Anke Vogt, die bei der Premiere am Samstag mit in den Reihen des Publikums saß, an der ein oder anderen Stelle schon ein wenig gewundert, denn die Schauspieler brachten anstelle des vorgegeben Textes schon mal Lokalkolorit auf die Bühne. Das sorgte besonders bei den Serkenrodern für Lacher, denn was gibt es Schöneres, als den Alltag auf der Bühne wieder zu erleben.

Als Souffleusen leiteten Petra Schmitt-Degenhardt, Heike Kathol und Christiane Bolzenius das Team durch die Textpassagen. Für die Maske war Alexandra Schöpper verantwortlich. Die Regie teilte sie sich mit Friedhelm Tomba.

Der ganze Gasthof hört mit

Der Inhalt sorgte für zwei Stunden Spaß: Im Gasthof „Lüsebrink“ scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Der „Ackerschnacker“, ein uraltes Feldtelefon der Bundeswehr, dient als einzige Verbindung zur Außenwelt. Die Lautsprechertaste klemmt seit eh und je, die Gespräche sind für alle Besucher der Kneipe mitzuhören. Eigentlich kein Problem, man kennt sich in Mosebolle. Doch dann kommt Besuch in den Ort: Eine flotte Dame mit einschlägiger Vergangenheit möchte in dem verschlafenen Nest mit Telefongesprächen Geld verdienen. Zeitgleich schicken die Dorfbewohner einen Auserwählten zu „Ernst Lauchs“ Millionenspiel „Ich werde stinkreich“.

Während die irren Einwohner vor dem Telefon auf den Einsatz als Telefonjoker warten, melden sich erste „Interessenten“ auf das Inserat der jungen Dame. Das Durcheinander nimmt seinen Lauf.

Barbara Sander-Graetz

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2015-01-23 00:11
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