„Prinz Wumme I.“
29.01.2012 | 16:23 Uhr 2012-01-29T16:23:00+0100
Ennest.Sie kommen vom Planeten Kokolores, trinken Bier und Schabau, bereisen die Welt mit Narrenkappen auf dem Kopf, um sie zu missionieren und ihr Markenzeichen ist der Schlachtruf „Hömmah Ischluss!“, egal zu welchem Programmpunkt.
Am Wochenende war es mal wieder so weit. Die KG „Isch Kann’s“ präsentierte ihren begeisterten Gästen in der Schützenhalle Ennest wieder den Tinnef, den sie sich ein Jahr lang ausgedacht hatten. Präsident Sebastian Ninse proklamierte die neue Majestät der Session 2012/13: Andreas Wurm, „Prinz Wumme I.“ kann sich in diesem Jahr über die Insignien der Macht, das Gummihuhn und die rostfrei Gartenkralle, freuen. „Ich bin seit vier Jahren dabei, kenne den Präsident und habe mich bis zu diesem Amt hoch geschlafen“, gab der 31 Jährige auf hartnäckige Fragen unserer Zeitung zu.
Außerdem konnte man in diesem Jahr mit Patrick Schwane den ersten Jubelprinz nach elf Jahren Prunksitzung mit Proklamation präsentieren. Ihm zu Ehren daher auch das diesjährige Motto: „Karneval-Schwaneval - Die Mädels freuen sich wahne- auf Jubelprinzen Schwane“, was aber nicht stimmte, denn den meisten Gästen war das egal.
Damit aber auch Minderheiten die anschließende, gehaltvolle Prinzenansprache verstehen konnten, übersetzt Philip Gibson die „Wumme- Worte“ mit Hilfe der KG eigene Gebärdensprache. Zuvor hatte Gibson noch die Beichte in der Damentoilette abgenommen und lateinische Messen gelesen. Um den flotten Dreier komplett zu machen, trat er mit natürlicher Bein- und Bauchbehaarung an der Seite von Christian Pospischil als Tanzmariechen auf.
Doch man weiß bei der KG „Isch kann’s“ natürlich auch treue Gefährten zu schätzen und zu würdigen. So konnten sich Rainer Calmund, der seit 2003 mit sensationellen Programmpunkten wie „Butterbrot essen“ oder „ein Herrengedeck“ überzeugte, den Preis für sein Lebenswerk abholen und das gleich mehrfach. So gab es den Orden mit Eichenlaub, Diamant und Schwert, mit Eichenlaub besetzten Diamantenschwert und den Mettwurst mit Senf Orden plus jeweils eine Flasche Pils. Beim Dinner for one wollte der neue Prinz sein Essen mit hochrangigen Gästen einnehmen.
Doch Alfons Stumpf war verhindert, weil er sich den Fuß gebrochen hat und auf die Transplantation eines afrikanischen Elefantenfußes wartet. Pitjes konnte nicht kommen, da er beim literarisch-musikalischen Quartett gefangen gehalten wird. Otto Höffer war in Berlin, um einen Amtskollegen zu beraten und Wolfgang Hilleke hatte einen Termin mit der Presse und musste noch zum Abschlussball seiner Tochter. Nur Rüdiger Höfken hatte den Weg gefunden, doch er wurde nur zum Bärenfell, denn „er ist als Tiger gestartet und als Bettvorleger geendet“. Und so musste Butler Toni zusammen mit dem Prinzen den „selben Kokolores“ wie letztes Jahr durchziehen.
Beim großen Diktat traten gleich fünf Diktatoren auf die Bühne um die Rechtschreibkenntnisse des Publikums zu prüfen. Neben den Auftritten der Mädchengarde Ennest, der Prinzengarde Fretter, der Los Verpeilos und der Klein Colonias hinterließ die Georggarde bleibende Eindrücke. Nun heißt es wieder, ein Jahr Pause und dann „Der gleiche Kokolores wie letztes Jahr“.
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