Premiere bei Firma Hensel ein voller Erfolg

Zehn Jungs im Alter zwischen 12 und 14 Jahren genossen das Technik-Camp in der Fa. Hensel in Altenhundem in vollen Zügen.
Zehn Jungs im Alter zwischen 12 und 14 Jahren genossen das Technik-Camp in der Fa. Hensel in Altenhundem in vollen Zügen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der alte Spruch „Frauen und Technik“ wurde beim Ferienspaß-Angebot „Technik-Camp“ noch nicht widerlegt. Zeh Jungs genossen die Möglichkeit, u.a. einen Roboter zu bauen und zu programmieren.

Altenhundem..  „Das Technik.Camp hier in der Fa. Hensel macht mindestens so viel Spaß wie ein Besuch im Freibad“, zeigte sich der 13-Jährige gestern rundum begeistert von dem außergewöhnlichen Angebot im Rahmen des Ferienspaßes Lennestadt.

Hensel, Spezialist für Schaltanlagen, ist Bündnispartner im Lennestädter Bündnis für Familien. Personalleiter Holger Grafe hatte die Idee, im Rahmen des Ferienspaßes dieses Technik-Camp anzubieten. Mit seinem Vorschlag rannte er bei Koordinatorin Petra Peschke-Göbel offene Türen ein. Als weiterer Kooperationspartner konnte das zdi-Netzwerk technik mark gewonnen werden, das zwei Mitarbeiter zur Betreuung der zehn Nachwuchs-Techniker schickte.

Kaum zu bremsen

Hensel-Ausbildungsleiterin Jennifer Pukall zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Elan der Gruppe. „Die Jungs wollten sogar auf eine Frühstückspause verzichten, nur um weiter an den ihnen gestellten praktischen Aufgaben weiter arbeiten zu können.“ Und auch Petra Peschke-Göbel stimmte zu: „Als dieses Angebot veröffentlicht wurde, waren innerhalb weniger Stunden alle Plätze vergeben.“Drei Tage lang dauerte das Technik-Camp. Am ersten Tag lernten die Teilnehmer („Leider hat diesmal noch kein Mädchen Interese bekundet“, so Peschke-Göbel) das gastgebende Unternehmen kennen. Von der Konstruktions- und Entwicklungsabteilung bis hin zur Produktion. Selbst aktiv werden konnten die Jugendlichen bei der Montage und Verdrahtung eines Kabelabzweigkastens. Das fertige Bauteil durften sie als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Roboter-Bau

Am zweiten Tag stand die Konstruktion eines Lego NXT-Roboters auf dem Programm. Nach dem Zusammenbau konnten die jungen Technik-Freaks versuchen, mit Hilfe verschiedener Sensoren unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Wie reagiert der Roboter auf Geräusche, wie kann er die Richtung ändern. Die Jungs waren dermaßen in ihre Aufgaben vertieft, dass sie schnell die Welt um sie herum vergaßen

Aufgaben und Arbeitsabläufe eines Ingenieurs wurden der 10-köpfigen Gruppe gestern näher gebracht. Aber neben der graue Theorie stand natürlich die Praxis wieder im Mittelpunkt. Und so waren erhebliche technische wie handwerkliche Fähigkeiten beim Bau einer LED-Kurbelleuchte gefragt. Eine Taschenlampe, die ohne Batterie funktioniert.

Muskelkraft

Alle Einzelteile des Gerätes mussten eigenhändig zurechtgeschnitten, abgerundet, gebohrt, gefräst und gelötet werden. Muskelkraft war schließlich nötig, um die Lampe zum Leuchten zu bringen. Pukall: „Das Camp bietet den Jugendlichen die ausgezeichnete Möglichkeit, neue Berufsfelder im eigenen Umfeld kennen zu lernen. gleichzeitig wollen wir Interesse für Technik wecken und vorhandene Kenntnisse vertiefen.“

Petra Peschke-Göbel freute sich über den großen Erfolg des Camps. Insgesamt 80 Angebote gibt es diesmal im Rahmen des Ferienspaßes. Und sage und schreibe 1250 Mädchen und Jungen nehmen insgesamt daran teil: „Ich hoffe, dass im nächsten Jahr im Technik-Camp auch Mädchen dabei sind.“