Polizei blitzt jetzt regelmäßig nachts
14.11.2008 | 15:05 Uhr 2008-11-14T15:05:00+0100Ein Unfall mit zwei toten Kindern war nur der traurige Höhepunkt einer Reihe von Unglücken auf der Landstraße zwischen Heggen und Attendorn. Jetzt wird dort häufig nachts geblitzt.
Von Hubertus Heuel
Biggen.An der Landstraße 539 zwischen Heggen und Attendorn wird seit einiger Zeit auch nachts geblitzt. Die Polizei begegnet mit den Radarkontrollen den vielen Unfällen auf diesem Streckenabschnitt.
Gerade im Dunkeln ist dort schon so manches Unglück geschehen. Erst im August starben zwei Kinder, als zwei Autos im Bereich zwischen Kanzel und Heggen frontal zusammenstießen. Mit den nächtlichen Tempomessungen will die Polizei nicht nur die Situation auf der Straße entschärfen, sondern auch jungen Rasern auf die Schliche kommen. „Die jungen Leute haben wir ja schon seit längerem im Visier, die kriegt man häufig nachts”, sagte Polizeisprecher Matthias Giese und betonte, dass es nicht darum gehe, jene Autofahrer zu bestrafen, die 75 statt der erlaubten 70 km/h führen. Für die Kontrollen nutzen die Beamten in erster Linie eine Radarpistole. Auch in Zukunft werde die Polizei regelmäßig nachts an der Landstraße Messungen durchführen, so Giese. In der Kurve, in der der schrekliche Unfall mit den Kindern geschah, ordnete die Unfallkomission zudem weitere Maßnahmen an. Die bei Regen dort übermäßig rutschige Fahrbahn wurde durch eine sogenannte Mikroeinfräsung entschärft, eine doppelt durchgezogene Linie signalisiert verschärftes Überholverbot. Außerdem wurden Richtungstafeln aufgestellt - Verkehrsschilder mit Pfeilen, die eine scharfe Kurve ankündigen.
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Gibt es wirklich ein verschärftes Überholverbot? Das impliziert, dass das normale Überholverbot eine unverbindliche Empfehlung ist. Der Eindruck drängt sich häufig auf.