Pöbelei an Biggerandweg

Polizei-Einsatz in Olpe.
Polizei-Einsatz in Olpe.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Polizei erteilte mehreren jungen Flüchtlingen einen Platzverweis an der Valentinskapelle, anschließend nahm sie einen 27-jähriger Afrikaner in Ronnewinkel in Gewahrsam.

Olpe.. Pöbelnde Flüchtlinge und ein Diebstahl in Olpe riefen am Mittwoch Abend die Polizei auf den Plan. Wie der Pressesprecher der Polizei, Stefan Ommer, auf Anfrage bestätigte, habe ein Jogger kurz vor 21 Uhr angezeigt, mehrere junge Männer pöbelten an der Valentinskapelle auf dem Biggerandweg, im Volksmund „Rentner-Runde“, Passanten an.

27-Jähriger aus Attendorn

Die Polizei habe den jungen Männern, überwiegend Flüchtlinge der Zentralen Unterbringungseinrichtung ,Regenbogenland’, einen Platzverweis erteilt. Besonders auffällig sei ein 27-Jähriger Nordafrikaner gewesen, der allerdings nicht in Olpe, sondern in der Stadt Attendorn untergebracht sei.

Eine Stunde später sei die Polizei wieder alarmiert worden, da erneut einige junge Männer, vermutlich dieselbe Gruppe, an einem landwirtschaftlichen Betrieb in Ronnewinkel auffällig geworden seien. Die Polizei habe nur noch den 27-jährigen Nordafrikaner angetroffen, der laut Anzeige einer Hofbewohnerin zwei Werkzeuge aus einer Scheune an sich genommen habe, einen Hammer und eine Sichel. Die Polizei, so Ommer, habe einen Alkoholtest veranlasst (Ergebnis: 1,6 Promille) und den 27-Jährigen in Gewahrsam genommen. Bezüglich des Werkzeugs sei eine Anzeige wegen Diebstahls erfolgt.

Ommer: „Wenig Straftaten“

Grundsätzlich versicherte Ommer am Donnerstag: „Trotz ständig wechselnder Belegung in der Aufnahmeeinrichtung ,Regenbogenland’ registrieren wir sehr wenige Straftaten, die von Flüchtlingen ausgehen.“ Und wenn, handle es sich meist um Ladendiebstähle. Ommer: „Nach wie vor fahren wir in dem Bereich verstärkt Streife, und es findet ein regelmäßiger Austausch mit den Sicherheitskräften vor Ort statt.“ Zusätzliches Personal habe man für die Überwachung nicht zugewiesen bekommen.

Keine Anweisung von oben

Ommer nahm auch Stellung zum in Olpe auftauchenden Gerücht, die Polizei sei angewiesen, Delikte im Zusammenhang mit Flüchtlingen ,unter der Decke’ zu halten: „Eine solche Anweisung gibt es nicht“, so der Pressesprecher. Vielmehr handele es sich meist um Bagatell-Delikte, die nicht veröffentlicht würden.