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Plattdütske Misse in Waldenburg

06.10.2008 | 17:48 Uhr

Attendorn. (ml) Für den Tag der Deutschen Einheit hatte der Plattdeutsche Kreis aus Attendorn eine Eucharistiefeier an der Gnadenkapelle Waldenburg organisiert. ...

... Es war zwar kalt, aber trocken und so kam an diesem Morgen eine stattliche Anzahl Gläubige und viele Freunde der plattdeutschen Sprache, um die Plattdütske Misse, zelebriert vom Dechant des Dekanates Südsauerland Friedhelm Rüsche, mitzufeiern.

Dechant Rüsche kann sich glücklich schätzen, noch die plattdeutsche Muttersprache zu sprechen. Schon manches Jahr ist der gebürtige Attendorner am Tag der Deutschen Einheit nach Waldenburg gekommen, um mit Gläubigen aus dem ganzen Kreisgebiet die Messe auf Platt zu feiern. Einleitende- und Abschlussworte sprach dabei das Attendorner Urgestein Toni Teipel, der auch immer ein Vertelleken parat hat. Da das "deftig" ausfällt, verwahrt sich Teipel dieses für die Zeit nach Beendigung der Messfeier. Aber auch Rudolf Hellner (Lesung), Hubert Schulte (Credo), Franz Bruse (Fürbitten) und Elsbeth Schulte mit dem Gedicht "Mutter Guarres van Walmerich" waren aktiv.

Als Schlusslied wurde die "Nationalhymne von Waldenburg" Milde Küenigin gesungen. Das Lied stand einstmals in der alten Kapelle, die bekanntlich dem Sperrenbau weichen mußte, in großen Lettern im Innenraum geschrieben. Die Kollekte ging diesmal an die Kirchengemeinde St.-Margaretha-Ennest. Der Musikzug Ennest trug deshalb auch zum Gelingen bei. An der Orgel spielte Paul Maiworm, der als Küster auch für den wunderschönen Blumenschmuck an der Kapelle sorgte.

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